Teil des Daches ist eingestürzt

Homberg (ks). Hinter dem Eingangsbereich des früheren Rewe-Marktes "Zur Hart" lacht der blaue Himmel - das Dach ist an dieser Stelle eingestürzt. Das Gebäude ist mit einem Zaun abgesperrt, das Gelände ist verwildert, Müll liegt herum.

Homberg (ks). Hinter dem Eingangsbereich des früheren Rewe-Marktes "Zur Hart" lacht der blaue Himmel - das Dach ist an dieser Stelle eingestürzt. Das Gebäude ist mit einem Zaun abgesperrt, das Gelände ist verwildert, Müll liegt herum. Passanten können zwar auf einem Schild noch Telefonnummern erfahren, um das Gebäude zu mieten, werden aber vermutlich davon Abstand nehmen, wenn sie den noch recht neu wirkenden gelben Warnhinweis einige Meter weiter sehen: "Einsturzgefahr - Eltern haften für ihre Kinder." Am Gebäude wurden scheinbar über Jahre keine instandhaltenden Arbeiten vorgenommen, es ist derart heruntergekommen, dass offenkundig nur der Abriss bleibt.

"Das sieht schon lange so aus, hier tut sich gar nichts. Das ist doch auch gefährlich," meinte eine angesprochene Spaziergängerin, die ihren Hund an dem baufälligen Gebäude vorbeiführte. Nur auf dem gegenüberliegenden Gelände, wo früher einmal der Getränkemarkt war, rege sich noch manchmal etwas. Jetzt ist auch bei der Stadt der Geduldsfaden gerissen. Die Immobilien-Verwertungsgesellschaft, die mit der Vermarktung des leer stehenden Gebäudes beauftragt ist, soll aufgefordert werden, endlich tätig zu werden. Es sei jetzt eine Situation erreicht, in der die Stadt bald ordnungsbehördlich einschreiten muss, sagte Bürgermeister Béla Dören auf Anfrage.

Dann könnte im Zuge der Ersatzvornahme ein Abriss verfügt werden. Offensichtlich habe die Gesellschaft, der das Grundstück mit Immobilie gehört, es nicht zu ihren Preisvorstellungen vermarkten können. Die Stadt sucht nun das Gespräch, um auf eine Lösung zu drängen, allerdings nicht in der Form, "dass dort ein neuer Einkaufsmarkt entsteht". Dieses Recht sei ohnehin verloren gegangen, weil die Immobilie so lange leer gestanden hat. "Ich würde es lieber sehen, wenn dort Gewerbefläche angeboten werden kann", so der Bürgermeister. Das Gelände biete derzeit wahrlich keinen schönen Anblick und er kann sich vorstellen, dass es Rewe nicht gerade recht ist, dass der Name noch auf einem Schild steht. Offenkundig hat aber der Handelsriese keine Möglichkeit, Druck auszuüben.

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