"Die Stammkundschaft kommt trotz Baustelle"

Homberg (mca). Baustellenlärm und Dreck, das sind Probleme, mit denen sich dieser Tage wieder Gewerbetreibende in der Frankfurter Straße auseinander setzen müssen. Man tritt aus der Ladentür und steht mitten in der lärmenden Baustelle.

Homberg (mca). Baustellenlärm und Dreck, das sind Probleme, mit denen sich dieser Tage wieder Gewerbetreibende in der Frankfurter Straße auseinander setzen müssen. Man tritt aus der Ladentür und steht mitten in der lärmenden Baustelle. Kunden müssen für den täglichen Gang zum Bäcker Absperrungen überwinden und aufpassen, dass sie nicht in die Baustellengräben fallen. Trotz der Barrieren sehen die meisten betroffenen Geschäfte die Lage eher entspannt. "Die meisten Kunden kommen auch trotz Baustelle," hieß es.

Am oberen Eingang der Firma Weitzel sind die Arbeiten im Rahmen des zweiten Bauschnittes für die verkehrsberuhigte Zone in vollem Gange. Vor der Ladentür liegen Stein- und Kieshaufen. Das Sanitärhaus Weitzel ist unmittelbar von der Baustelle betroffen. Der Eingang zum Sanitär- und Bäderverkauf musste geschlossen werden. Trotzdem ärgert man sich hier nicht über die Bauarbeiten. "Wir haben ja kaum Laufkundschaft. Wenn etwas kaputt geht, dann kommen die Leute, ob mit oder ohne Baustelle", so eine Verkäuferin der Firma Weitzel. Der Verkauf von Bädern oder Sanitäranlagen laufe sowieso nur nach Terminabsprachen. Man sieht die Arbeiten hier eher humorvoll, denn die Schaufenster hat man mit gelben Absperrbändern der Baustellenatmosphäre angepasst.

Ricarda Tomaschewski, Zweigstellenleiterin des Fotostudios Hohl, sagt auf Anfrage, man habe in den ersten drei bis vier Wochen einen leichten Kundenrückgang bemerken können. In dieser Zeit wurden Kanäle neu verlegt und es entstanden große Gräben am Straßenrand. So war es der Kundschaft kaum möglich, die Geschäfte aufzusuchen. "Mittlerweile hat sich die Lage aber wieder normalisiert. Ich kann mich jetzt nicht mehr beschweren", sagte Ricarda Tomaschewski der AZ. Laufkundschaft gebe es auch hier kaum, die meisten Besucher seien Stammkunden.

"Es gab Umsatzeinbußen im vergangenen Monat, aber die rechne ich nur zur Hälfte der Baustelle an", erklärte Ute Schneider vom Schuhhaus "per pedes". Mitschuld am Umsatzrückgang sei eher die jüngste Konjunkturflaute. Auch Ute Schneider ärgert sich nicht über die Bauarbeiten: "Wir freuen uns aber natürlich trotzdem, wenn das alles vorbei ist".

Ende September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, wie in einer Anliegerversammlung zu Beginn der Baumaßnahmen verlautbart worden war.

Not macht ja bekanntlich auch erfinderisch und so hat die Bäckerei Born auf den Parkplatz neben den Elbwerken einen Verkaufswagen postiert. Mit dieser strategisch günstigen Lage kann man beispielsweise Arbeiter der Kamax oder Pendler, die in Richtung Autobahnauffahrt unterwegs sind, mit frischen Brötchen versorgen.

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