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Simke Ried will ins Rathaus

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Von: Joachim Legatis

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Bürgermeisterkandidatin vorgestellt, v. l.: Michael Krebühl, Kai Widauer, Simke Ried, Michael Fina. © Joachim Legatis

Homberg (jol). Sie will als parteiunabhängige Bürgermeisterin die Stadt Homberg voranbringen: Am Mittwoch stellte sich Simke Ried bei einem Pressegespräch vor. Die 39-Jährige aus Cölbe wurde beim Gespräch im Mehrgenerationenhaus Ober-Ofleiden von den Vorsitzenden der Fraktionen von SPD, CDU und FW im Stadtparlament begleitet. Kai Widauer (CDU) betonte, Ried werde bei der Bürgermeisterwahl am 13.

März als unabhängige Kandidatin antreten, die von den drei Fraktionen unterstützt wird.

Die Oberstudienrätin an der beruflichen Adolf-Reichwein-Schule in Marburg war zeitweise CDU-Vorsitzende in Cölbe, arbeitete in Gemeindevertretung und Ortsbeirat mit. Die Aufgabenfeldleiterin der Schule hat Führungserfahrung, was für die anspruchsvolle Tätigkeit im Rathaus von Vorteil ist, wie sie sagte.

Als Kandidatin von außerhalb steht sie für einen Neustart. Inhaltlich ist Ried »alles wichtig, was die Gemienschaft voranbringt«. Gerade im Bereich Kultur und Bildung sei vieles machbar, um Menschen zusammenzubringen. Dabei sind Vereine und die Feuerwehren bedeutend. Ein weiteres wichtiges Thema der Arbeit werde der Einsatz für Baugebiete sein. Zudem setzt sie »auf solide Finanzen für eine verlässliche Planung«.

Auf die Frage nach dem Umgang mit der konfliktreichen Parlamentspolitik meinte sie, dass sie es gewohnt ist, wenn »Konflikte über Formalien ausgetragen werden«. In formalen Dingen sei sie sehr pingelig, da werde ihr das Einarbeiten in die Hessische Gemeindeordnung nicht schwerfallen. Zudem gebe es im Rathaus bewährte Mitarbeiter, die großes Fachwissen beitragen.

Zum Thema A 49 meint Ried, der Bau sei schon recht weit vorangeschritten. Nun müsse man schauen, »was für Homberg dabei herauskommen kann«. Politik sei die Fähigkeit, das Beste aus einer Situation zu machen. Nun geht sie mit Schwung in den Wahlkampf, die Internetseite ist freigeschaltet, ein Video gedreht und Besuche in allen Ortsteilen stehen an.

»Die Suche nach einem Kandidaten war sehr schwierig«, bekannte Michael Fina (SPD) freimütig. Deshalb hätten sich die Fraktionen von SPD, CDU und FW darauf geeinigt, eine gemeinsame Bewerberin zu nominieren. »Man kann nur mit breiter Basis etwas bewegen.« Es war nicht leicht, jemanden zu finden, der sich den aktuellen Konflikten in der Ohmstadt stellt.

Michael Krebühl (FW) erinnerte an die »prekäre Lage in der Stadtverordnetenversammlung«. Er ist guter Hoffnung, dass Simke Ried bei den Bürgerinnen und Bürgern genauso gut ankommt wie bei den Kommunalpolitikern.

Laut Widauer (CDU) hat die Suche länger gedauert. Dabei habe man mit einigen Interessierten gesprochen. »Im Gespräch mit Frau Ried war schnell klar, sie brennt für die Aufgabe«. Das habe ihn überzeugt. Sie bringe die Qualifikationen und persönlichen Fähigkeiten mit, die in der Homberger Politik gefragt sind.

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