Sicherheitsstreifen an der Trasse

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Homberg(jol). Im Maulbacher Wald sind auch am Dienstag die Rodungsarbeiten für den Bau der Autobahn 49 weitergegangen. Dabei wird in einem Tal ein jeweils 30 Meter breiter, baumfreier Streifen am Waldrand geschaffen. Denn wie die Projektgesellschaft Deges mitteilt, verläuft der Waldrand unregelmäßig. "30 Meter an jedem der beiden Ränder ist die Dimension", heißt es zur aktuellen Rodung. Gerodet wird entlang eines Wiesentals zwischen Maulbach und Wäldershausen, in dem eine Stromtrasse verläuft.

Bislang war in diesem Tal von Fällarbeiten die Rede, um die Strommasten an den Rand der Wiesen verlegen zu können. Der Rodungsbereich ist etwa einen Kilometer lang.

Damit keine Spaziergänger gefährdet werden, hat das Forstamt Romrod einen Sicherheitsstreifen von 90 Metern Breite angeordnet. "Dabei gehen wir von der doppelten Höhe der dortigen Bäume aus, plus einem Sicherheitszuschlag", erläuterte Forstamtsleiter Hans-Jürgen Rupp gegenüber der Alsfelder Allgemeinen Zeitung. Die Bäume in dem Bereich sind bis zu 40 Meter hoch. Das Betretungsverbot im Umfeld der Fällarbeiten wird im Anschluss wieder aufgehoben.

Zu den möglichen Gefahren gehört auch, dass die Kette einer Säge reißen und umherfliegen kann. Auch können Bäume mit Seilen verbunden sein, was dazu führen könnte, dass ein gefällter Baum andere mitreißt. Das Forstamt hat eine Verfügung erlassen, wonach auch der rund drei Kilometer lange Rodungsbereich im Dannenröder Wald während der Fällarbeiten nicht betreten werden darf.

Sonderstellung der Anschlussstelle

Auch dort kommt zu dem eigentlichen Arbeitskorridor noch ein breiter Sicherheitsstreifen hinzu. Im Dannenröder Wald variiert die Trassenbreite zwischen 30 und 90 Metern in Abhängigkeit vom vorliegenden Gelände, erläuterte ein Sprecher der Deges. Es gebe drei Knotenpunkte für die Über- oder Unterführung von Wirtschaftswegen im Wald. Dort sei der Fällbereich punktuell breiter. Der Bereich der Fällungen und der Räumung von Wiesen und Äckern auf der Trasse der A 49 ist generell zwischen 30 und 90 Metern breit, so der Sprecher der Deges weiter. Diese Bandbreite ergibt sich aus den topografischen Gegebenheiten, zum Beispiel in Einschnitten je nach Beschaffenheit der Böschung. Im Bereich zukünftiger Anschlussstellen, etwa eines Parkplatzes mit WC-Anlage bei Appenrod, bei kreuzenden Straßen und Wirtschaftswegen ist der Bereich breiter.

Eine Sonderstellung nimmt die Anschlussstelle Homberg-Nord ein. Dort wird eine Fläche von etwa 350 mal 350 Metern inklusive der Zu- und Abfahrten freigemacht. Von der Auffahrt Homberg bis zum Ohmtaldreieck bei Gemünden sind es 4,6 Kilometer.

Die Proteste gegen den Autobahnbau gingen am Dienstag weiter. So seilten sich bei Bersrod Aktivisten von einer Autobahnbrücke ab. Die Polizei sperrte die A 5 für Stunden. Mehr zum Thema auf Seite 6

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