Blick auf die Fläche im Maulbacher Wald, wo für die A 49 gerodet worden ist. FOTO: JOL
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Blick auf die Fläche im Maulbacher Wald, wo für die A 49 gerodet worden ist. FOTO: JOL

Rodung bei Maulbach ist fast abgeschlossen

  • Kerstin Schneider
    vonKerstin Schneider
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Homberg-Maulbach(ks/dpa). Begleitet von weiteren Protestaktionen gingen am Mittwoch die Waldrodungen für den Lückenschluss der Autobahn 49 weiter. Erneut konzentrierten sich Arbeiten, Proteste und Polizeieinsatz auf den Maulbacher Wald. Ein Polizeisprecher sprach von einem friedlichen Verlauf. Umweltschützer protestierten musizierend gegen die Rodungen, zudem kletterten Aktivisten einer Sprecherin zufolge auf Bäume. Polizeibeamte waren damit beschäftigt, Aktivisten aus dem Wald zu bringen und das Gebiet, in dem gerodet werden sollte, zu räumen.

Ein Polizeisprecher sprach von 14 Personen, die auf acht "Gebilden" angetroffen worden seien. Wann die Baumfällarbeiten in dem Bereich zum Abschluss kommen, war zunächst unklar. Für den Nachmittag hatten Aktivisten einen Waldspaziergang angekündigt, der in Stadtallendorf starten sollte. In der Nähe liegt der Herrenwald, wo ebenfalls für die Autobahn gefällt wird. Zentrum der Proteste ist der Dannenröder Forst bei Homberg, dort haben die Fällarbeiten noch nicht begonnen.

Der Sprecher der Autobahn-Planungsgesellschaft Deges, Michael Zarth, sagte auf Anfrage: "Wir kommen gut voran." Ob es eine Pause bei den Rodungsarbeiten geben wird, vermochte Zarth nicht zu sagen. So müsse man sich mit der Polizei abstimmen, denn die Einsätze dürften am Dannenröder Wald noch um einiges umfangreicher als in den vergangenen Tagen werden. Das bisher eingeschlagene Holz gehe ins Eigentum der Forstbetriebe über, so Zarth, dies sei in der Preisgestaltung vereinbart worden. Es werde weiterverarbeitet, "ob zu Möbeln oder Ähnlichem, wissen wir nicht." Das Holz selbst zu vermarkten, sei auch angesichts des zusammengebrochenen Marktes nicht sinnvoll.

Auf die Fragen, wie viel Hektar schon gerodet sind, könne man nichts Genaues antworten, es gebe "keine festen Tagesziele", so der Deges-Sprecher. Insgesamt fallen 85 Hektar für den Weiterbau der A49. Das sei "zwar absolut eine große Menge, aber gemessen am Gesamtaufkommen von deutschen Wäldern wenig". Trotzdem werde man das natürlich in der Landschaft deutlich sehen, räumte Zarth ein.

In Homberg demonstrierten am Mittwoch etwa 40 Personen auf der Gemündener Straße/Frankfurter Straße. Nachdem Polizisten auf sie eingeredet hatten, verließen sie die Straße wieder.

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