Schülerin vor Infotafeln über das Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus. (Foto: pm)
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Schülerin vor Infotafeln über das Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus. (Foto: pm)

Rechtsextremismus noch intensiver behandeln

Homberg (pm). In der vergangenen Woche fand an der Ohmtalschule eine Ausstellung über das Wirken des Aktionsbündnisses gegen Rechtsextremismus Kirtorf statt.

Die Ausstellung informierte auch über die Rechtsrockkonzerte, die von der "Kameradschaft Kirtorf" bzw. "Berserker Kirtorf" in den 2000ern mit bis zu 600 Personen ausgerichtet wurden sowie über den zivilgesellschaftlichen Protest gegen diese Veranstaltungen. Da Rechtsextremisten versuchen, Jugendliche an den unterschiedlichen Orten anzuwerben, setzt das Bündnis sich dafür ein, diese Zielgruppe mit Hilfe von organisierter Jugendarbeit für das Thema zu sensibilisieren.

Im März mit Film

Das Aktionsbündnis veranstaltet seit Jahren Podiumsdiskussionen, Informationsabende und Unterschriftensammlungen und wurde für seine Arbeit 2007 mit dem Preis für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet.

Gerade wegen der Anziehungskraft der Szene auf Jugendliche sei es wichtig, eine solche Ausstellung an der Ohmtalschule Homberg anzubieten, so die Organisatoren. Die Schüler zeigten sich durchweg interessiert an der Ausstellung.

Die Ausstellung kann noch ein weiteres Mal im März 2015 in der Aula der Ohmtalschule besucht werden. Verbunden wird diese am 16. März 2015 mit der Vorführung des Films "Blut muss fließen". Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit, mit dem Produzenten des Films, Peter Ohlendorf, sowie Mitgliedern des Aktionsbündnisses in einen Dialog zu treten. Auch wenn die Themen Nationalsozialismus und Rechtsextremismus im Unterricht intensiv behandelt werden, fordert die Schülervertretung (SV) eine noch stärkere Aufklärungsarbeit zu diesem Themenbereich. Der Schulleiter der Ohmtalschule, Carsten Röhrscheid, zeigt sich beeindruckt von der Ausstellung, die den offensiven Umgang mit den rechtsradikalen Aktivitäten in der Gemeinde Kirtorf darstellt.

Seiner Meinung nach ist es sehr wichtig "diese besondere Form gelebter Demokratie unseren Schülern nahezubringen."

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