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Pläne für Lärmschutz an A 49

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Von: Joachim Legatis

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Mit den Bauarbeiten für die Brücke an der Pletschmühle soll sich der Bauausschuss befassen, wie die Stadtverordneten beschlossen haben. Das Bild zeigt den Baustand Anfang November. © Joachim Legatis

Homberg (jol). Der Bau der Autobahn A 49 bewegt die Stadtverordneten immer wieder. In der jüngsten Sitzung verabschiedete das Parlament einstimmig ein Bündel an Maßnahmen zur geplanten Erdaufschüttung bei Appenrod als Sicht- und Lärmschutz. So soll der Magistrat einen Experten beauftragen, die Vorschläge für die Verwallung auf ihre Schutzwirkung zu prüfen.

Die Ortsbeiräte können Vorschläge machen, die der Magistrat prüft und dann die Ortsbeiräte über das Ergebnis informiert.

Zudem soll ein Fachbüro die Menge an Erdmassen für Sicht- und Lärmschutz berechnen. Ein Experte soll die Schäden an Feldwegen ermitteln. Die Kosten für den Anwalt der Stadt soll die A 49-Baugesellschaft übernehmen. Der Antrag war im Bauausschuss beraten worden, nun kamen noch Ergänzungen des Bürgerforums dazu.

Damit führt der Magistrat die Initiative des Ortsbeirats Appenrod fort, der vor Monaten mit der Baugesellschaft über eine schützende Erdaufschüttung zwischen Dorf und A 49 gesprochen hat.

Debatte um Baustellen

Ein weiteres Reizthema im Stadtparlament wird im Ausschuss weiter beraten. Dabei geht es um den Verkauf der Grundstücke an der Friedrichstraße in der Kernstadt und den damit zusammenhängenden Bebauungsplan. Wie berichtet, sollen auf dem Areal der ehemaligen Grundschule vorwiegend barrierefreie Wohnungen entstehen.

Während der kurzen Diskussion verließen Eckhard und Lennart Hisserich (Demokratisches Bürgerforum DB) wegen möglicher Befangenheit den Saal der Stadthalle. Vorsitzender Dr. Claus Gunkel ließ aber nicht über die Befangenheit abstimmen, weil es keine inhaltliche Diskussion gab.

Im Zusammenhang mit dem Bau der A 49 gibt es viel Arbeit in der Bauabteilung der Stadt. Deshalb soll dort eine zusätzliche Stelle geschaffen werden, wie Bürgermeisterin Claudia Blum erläuterte. Dafür sprachen sich die zwölf Mitglieder von CDU, SPD und FW aus, dagegen stimmten die neun Abgeordneten von Grünen und DB. Auf skeptische Nachfragen von Jutta Stumpf (DB) und Barbara Schlemmer (Grüne) bestätigte Blum, dass es nur eine zusätzliche Stelle gebe. Die neue Stelle des Klimaschutzmanagers könne im Stellenplan untergebracht werden.

Kurze Debatten lösten in der Sitzung mit stattlichen 59 Tagesordnungspunkten zwei Anträge des Bürgerforums zu den Arbeiten für die Pletschmühlenbrücke und in der Straße Burghain aus. Beide Themen werden im Bauausschuss weiter beraten. Bei der Baustelle für die neue Brücke zur Pletschmühle kommen die Arbeiten »nur sehr zögerlich voran«, wie Jutta Stumpf (DB) erläuterte. Zudem gebe es Kritik aus der Bürgerschaft an der Arbeitsplattform, die so knapp über der Wasserlinie aufgebaut sei, dass bei starkem Regen der Abfluss des Wassers gestört wird. Stumpf monierte »Fehler im Bauablauf«.

Verzögerung an neuer Brücke?

Bürgermeisterin Blum sicherte zu, die Verwaltung gehe den Hinweisen nach und sie werde über die Ergebnisse berichten. Bernd Reiß (CDU) sah wenig Sinn darin, mitten in der Bauzeit noch einmal die Planungen zu erörtern. Für die Beratung im Ausschuss stimmten neun Abgeordnete bei drei Neinstimmen und neun Enthaltungen. Auch über die Ausführungsplanung bei der Sanierung der Gemeindestraße Burghain wird im Ausschuss berichtet. Dafür stimmten neun Abgeordnete bei fünf Neinstimmen und sieben Enthaltungen. Ein Zusatzantrag der Grünen, wonach eine neue Satzung für die Straßensanierungen mitberaten werden soll, ließ Dr. Claus Gunkel nicht zu. Das sei ein eigenständiges Thema, das nicht nebenbei mit besprochen werden könne.

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