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Weitere Rodungen für die Verlegung von Strommasten zum Bau der A 49 bei Maulbach sind nicht genehmigt worden. Darauf hatten Autobahngegner bei einer Kundgebung hingewiesen, nun gab es die Bestätigung vom Ministerium.

Ministerium lehnt Rodung ab

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Homberg (jol). Das hessische Wirtschaftsministerium sieht »erhebliche Bedenken« gegen weitere Fällmaßnahmen im Maulbacher Wald für eine Verlegung von Strommasten beim Bau der Autobahn 49. Das Fällen von Bäumen auf rund 1,2 Hektar Fläche wurde nicht genehmigt.

Damit wird die Kritik von Autobahngegnern an den Aktivitäten im Maulbacher Wald bestätigt, zuletzt bei einer Kundgebung am Maulbacher Sportplatz. In Kreisen der Autobahngegner kursiert ein Brief des Wirtschaftsministeriums, eine Nachfrage bei der Behörde ergab, dass das Schreiben echt ist.

Dabei geht es um eine Abweichung vom Planfeststellungsbeschluss für den Weiterbau der A 49, die bei Gemünden in die A 5 münden soll. Laut Ministerium ist im Planfeststellungsbeschluss von 2012 die Verlegung eines Strommastes und die Erhöhung von zwei weiteren Masten vorgesehen.

Dabei handelt es sich um eine 110-kV-Hochspannungsleitung des Unternehmens Avacon. Nun hat die Planungsgesellschaft DEGES bei der Planfeststellungsbehörde beantragt, ein 1,2 Hektar großes Waldstück zusätzlich zu roden. Dadurch sollen zwei weitere Strommasten verlegt und ein Schutzstreifen unterhalb der Leitung geschaffen werden.

Dieser Antrag wurde nicht genehmigt. Zur Begründung heißt es, dass »erhebliche Bedenken hinsichtlich der aktuell eingereichten Planänderung gesehen werden«. So sei die technische Notwendigkeit der Mastverlegungen nicht hinreichend begründet. Zudem seien naturschutzrechtliche Vorgaben nicht hinreichend abgearbeitet.

Die DEGES hat laut Ministerium angekündigt, den Antrag zu überarbeiten.

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