Menschenkette mit Abstand

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Homberg/Kirtorf(pm/dpa). Das Verwaltungsgericht Gießen hat Eilanträge zu Aktionen beim Weiterbau der A 49 abgelehnt. Hier geht es um sogenannte Menschenketten in der Rodungszone der Gemarkungen Lehrbach, Stadtallendorf, Niederklein, Erksdorf, Dannenrod und Maulbach. Die Menschenketten sollen bei Räumungs- und Rodungsarbeiten um Maschinen (Harvester, Hebebühnen, Räumpanzer) und Baumhäuser gebildet werden. Vorgesehen ist, dass Reden gehalten werden und die "Circa-Brigaden" ("Cladestine Insurgent Rebel Clown Army") in Aktion treten. Währenddessen müssten die Rodungs- und Räumungsarbeiten unterbrochen werden. Das Regierungs- präsidium hatte die Protestaktionen auf der Trasse sowie in einem Sicherheitsbereich von 120 Metern zu den Rodungsarbeiten untersagt. Laut Gericht ist dies wegen der drohenden Gefahren zulässig. In Hör- und Sichtweite und in einem Abstand von 120 Metern zum Rodungsort dürfe die Aktion unter Auflagen stattfinden.

Unterdessen haben Gegner des Ausbaus der Autobahn wegen der Corona-Infektionszahlen eine für den 25. Oktober geplante Menschenkette in Dannenrod abgesagt. Die Entwicklung der Corona-Zahlen lasse eine überregionale Mobilisierung zu der Protestaktion "nun nicht mehr verantwortungsvoll zu", erklärte das Aktionsbündnis "Keine A49" von Campact, BUND, Fridays for Future und Naturfreunde.

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