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Maulbacher Jugendfeuerwehr qualifiziert sich für Osthessencup

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Von: Herbert Schott

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Siegerehrung (vorne v. l.): Sieger der Staffeln aus Maulbach, die zweitplatzierte Staffel aus Ehringshausen, die Dritten aus Ermenrod, die zweitplatzierte Gruppe aus Ützhausen, Gruppensieger Dannenrod/Erbenhausen und die 3. Gruppe aus Üllershausen. Hinten sind (v. l.) Bürgermeister Leopold Bach, Dr. Fabian Franz, Mirko Hohmann, Armin Kropp, Ute Friedrich und KBI Dr. Sven Holland.
Siegerehrung (vorne v. l.): Sieger der Staffeln aus Maulbach, die zweitplatzierte Staffel aus Ehringshausen, die Dritten aus Ermenrod, die zweitplatzierte Gruppe aus Ützhausen, Gruppensieger Dannenrod/Erbenhausen und die 3. Gruppe aus Üllershausen. Hinten sind (v. l.) Bürgermeister Leopold Bach, Dr. Fabian Franz, Mirko Hohmann, Armin Kropp, Ute Friedrich und KBI Dr. Sven Holland. © hso

Die Wettbewerbssaison bei den Jugendfeuerwehren ist auch im Vogelsbergkreis derzeit im vollem Gange. Und erste Erfolge gibt es auch schon.

Im Rahmen dieser Wettbewerbe messen sich die Jungen und Mädchen und lernen auch schon einmal grundlegende Aufgaben, die sie eventuell später in den Einsatzabteilungen der Feuerwehren anwenden müssen. Dennoch sind diese als reine Wettbewerbe im Rahmen der feuerwehrtechnischen Ausbildung innerhalb der Jugendlichen zu sehen.

Am Sonntag hatte die Freiwillige Feuerwehr Ermenrod als Ausrichter zum Kreispokal der Jugendfeuerwehren im Vogelsbergkreis ins Feldatal eingeladen.

Wettkampfort war der Sportplatz des TV/VfR Groß-Felda, der für die Wettkämpfe ideale Bedingungen bot. Gemeldet hatten an diesem Tag 16 Jugendfeuerwehren aus dem Kreis, darunter zwölf Staffeln mit jeweils sechs Teilnehmern und vier Gruppen mit jeweils acht Teilnehmern.

Die Aufgabenstellungen

Die Wettbewerbe sind bundeseinheitlich und bestehen aus dem A-Teil (Löschangriff) und dem B-Teil (400 Meter Hindernislauf). So war es auch in Groß-Felda. Innerhalb von sechs Minuten musste die jeweilige Wettbewerbsgruppe einen Löschangriff zeigen. Aus einem »Unterflurhydrant« erfolgte die Wasserentnahme. Lautstark ertönten vom Gruppenleiter die Befehle, und ebenso deutlich kamen die Meldungen der Akteure zurück.

Die Tragkraftspritze wurde angeworfen, Schläuche wurden angekoppelt und verteilt sowie an bestimmten Markierungen bis zu den Angriffstrupps hin verlegt. Dabei mussten einige Hindernisse wie ein Wassergraben, eine Leiterwand, ein Kriechtunnel und eine 70 Zentimeter hohe Hürde überwunden werden. War das schließlich geschafft, so mussten Mitglieder des Angriffs- und des Wassertrupps an einem Knotengestell unter Zeitnahme je einen der vier vorgeschriebenen Knoten binden. Diese waren je ein Kreuzknoten, ein Mastwurf, ein Zimmermannstich und ein Schotenstich.

Wertungsrichter achteten dabei sorgfältig bei allen Übungsteilen und auch bei den Befehlen auf die richtige Ausführung und vergaben dabei ihre Punkte. Diese Punktzahlen der Gruppen und Staffeln entschieden dann über Sieg und Niederlage.

Im B-Teil galt es dann einen 400-Meter-Hindernislauf mit verschiedenen Aufgaben möglichst schnell und fehlerfrei zu bewältigen. Dabei mussten unter anderem ein Laufbrett überquert, ein Verletzter auf einer Trage versorgt, ein Schlauch aufgerollt und schließlich am Ende ein Leinenbeutel mit Fangleine ins Ziel geworfen werden.

Trotz der schon hohen Temperaturen am Vormittag gaben die Jungen und Mädchen alles was in ihnen steckte, um schließlich auch eine gute Zeit im Ziel zu erreichen.

Nach einer verdienten Mittagspause standen schließlich die Siegermannschaften des Kreispokals fest. Überlegener Sieger wurden bei der Gruppenwertung die Jugendfeuerwehr Dannenrod/Erbenhausen 1405 Punkten und einem Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus Ützhausen mit 23 Punkten. Den dritten Platz belegte die Jugendfeuerwehr aus Üllershausen mit 1365 Punkten vor der viertplatzierten Mannschaft aus Groß-Felda mit 1342 Punkten.

Bei den Staffel-Mannschaften waren die Abstände schon geringer. Dabei siegte die Staffel aus Maulbach mit 1412 Punkten vor den Staffeln aus Ehringshauen und Ermenrod, die jeweils um fünf Punkte voneinander getrennt waren. Die siegreiche Staffel aus Maulbach qualifizierte sich damit auch für die Teilnahme am diesjährigen Osthessencup.

Prüfung für die Kinderfeuerwehr

Im Rahmen dieses Pokalwettbewerbes legten auch weitere drei Kinder von den »Bambini« aus Kestrich das »Kinderfeuerwehrabzeichen« Tatze 4 erfolgreich ab. Einige Wochen vorher hatten bereits 14 Kinder der »Bambini« die Tatzen der Stufe 1, 2 und 3 abgelegt.

Grußworte an die Mannschaften und Betreuer sowie auch an den Veranstalter richteten der Feldataler Bürgermeister Leopold Bach, Kreisbrandinspektor Sven Holland, Fabian Franz als Vertreter des Vogelsbergkreises sowie Mirko Hohmann und Ute Friedrich als Fachbereichsleiter für die Bundeswettbewerbe. Alle lobten das Engagement der Teilnehmer und auch der Preisrichter und bedankten sich auch beim Ausrichter, der Feuerwehr Ermenrod und dem DRK Feldatal.

Bürgermeister Bach rief den Kindern und Jugendlichen zu, bei der Jugendfeuerwehr zu bleiben, um somit auch den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehren zu sichern.

Wehrführer und stellvertretender Gemeindebrandinspektor Andreas Zaumsegel aus Ermenrod bedankte sich am Ende besonders beim TV/VfR Groß-Felda, dass man das Sportgelände in der Au für diesen Kreispokal nutzen konnte.

Bereits am kommenden Sonntag geht es für die Jugendfeuerwehren mit dem Kreisentscheid in Homberg weiter, wobei es gilt, sich für die nächst höheren Ebenen zu qualifizieren.

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