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Mit Maske und guten Wünschen

  • Kerstin Schneider
    vonKerstin Schneider
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Der erste Schultag verlief für die Abc-Schützen an der Homberger Grundschule in diesem Jahr anders als sonst. Denn die Corona-Regeln prägen auch das Schulleben. Trotzdem hatte sich das Kollegium um Leiterin Eva Sarto- rius viel Mühe gegeben, um den Anfängern einen schönen ersten Schultag zu bescheren, auch wenn der gesellige Teil, etwa das gemeinsame Kaffeetrinken für die Eltern, ausfallen musste.

Das Wetter spielte mit und so traf man sich auf der Wiese hinter der Schule. Herrschte in den Vorjahren auf dem Schulhof ein großes Getümmel, weil neben den Eltern auch Großeltern oder Patentanten beim ersten Schritt in den Lernalltag dabei sein wollten, so ging es am Dienstag ruhiger zu. Die Kinder durften diesmal maximal zwei Begleitpersonen mitbringen. Auch im Freien galt die Maskenpflicht, erst im Klassenraum durften die Kinder diese wieder abnehmen. In diesem Jahr sind es 68 Schulanfänger in vier Klassen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es 76 Schulanfänger. Die Vorklasse von Elke Reichel wird von 15 Kindern besucht. In die 1a von Katharina Ebenhöh gehen 18 Kinder, die 1b von Cornelia Frömmel besuchen 18 Kinder und 22 Kinder erlernen künftig in der 1c bei Elisabeth Pfeffer Rechnen und Schreiben.

Zwei Lehrerinnen fallen aus

Wegen der geltenden Regeln kamen die Kinder in zwei Gruppen zur Einschulungsfeier. Der sonst in der Kirche stattfindende Gottesdienst fiel aus, das evangelische Pfarrerehepaar Brigitte und Werner Schrag und die katholische Gemeindereferentin Sonja Hiebing bauten aber einen Programmpunkt ein, damit dieser Teil nicht ganz wegfiel. Sie hatten eine Schultüte dabei, die sie "Gute-Wünsche-Tüte" nannten und die neben Süßigkeiten, Reflektorweste und Stiften ein Freundschaftsbändchen enthielt. Die Klasse 3a sang das Lied "Gott hat die ganze Welt in seiner Hand" und zwei Kinder aus der gleichen Klasse zeigten Bilder aus dem Buch "Wenn ein Löwe in die Schule geht". Die Kinder wurden dann mit ihrem Namen aufgerufen und liefen mit der Lehrerin in die Klasse. Auf dem Weg dorthin ging es durch ein schönes Blumenspalier, die schon etwas älteren Grundschüler winkten den anderen aus der gebotenen Entfernung, aber herzlich zu.

Schulleiterin Eva Sartorius hatte in ihrer Rede Freude darüber geäußert, dass bei den Regeln "alle so gut mitmachen". Gemeinsam werde es klappen, dass alle gesund durch die aktuell schwierige Phase kommen. "Es gibt nämlich Regeln wie beim Fußball oder beim ›Mensch ärgere Dich nicht‹. Dabei sollten wir aufeinander aufpassen und niemanden ausschließen."

Am Rande der trotz der Einschränkungen gelungenen Feier gab es aber auch einige sorgenvolle Gedanken, die geäußert wurden. So fallen zwei Lehrerinnen aus, weil sie zur Risikogruppe gehören. Dies zu kompensieren, werde schwierig. Es könne schließlich nicht irgendjemand eingestellt werden. All das sei vor dem Hintergrund der Forderung nach mehr und kleineren Klassen nicht einfach. ks/FOTO: KS

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