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Rainer Schwarz

Macht und Ohnmacht

Homberg (pm). Seit 2010 wohnt der Wiesbadener Rainer Schwarz mit Familie in seiner Wahlheimat Homberg. »Hier fühle ich mich wohl und habe viele Freunde gefunden!«. Diese kennen ihn als freundlichen, ein bischen starrsinnigen, aber sehr geselligen Zeitgenossen. Als Dipl.-Ing. für Gartenbau ist das Schreiben eigentlich nicht sein Metier. Gleichwohl drängte es Rainer Schwarz in den letzten zwei Jahren zunehmend mehr, den Druck auf seine innere Befindlichkeit zu Papier zu bringen.

»Ich musste mir einfach Luft verschaffen, sonst wäre ich manchmal erstickt«.

»Hilfe, ich bin ein Neonazi« ist ein kleines Büchlein, welches aus seiner Sicht zeigen soll, »wie u. a. Politik und Medien einen einzelnen Menschen ins Abseits drängen können, ohne dass dies nach außen hin bemerkt oder wahrgenommen wird.« Das Problem der Ausgrenzung von Menschen wegen ihrer Religion, Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer sexuellen Ausrichtung nehme zu Recht in der öffentlichen Diskussion einen breiten Raum ein. Kaum aber einer rede »von der großen Menge Menschen in Deutschland, die aufgrund ihres Bauchgefühls etwas anderes empfinden als das, was gesellschaftlich gerade opportun ist - und die deshalb ins Abseits gedrängt werden«.

Der Autor weiter zum Hintergrund seines Buches: »Selbst im engsten Freundeskreis traue ich mich vieles nicht mehr zu sagen, zum Beispiel, dass ich Gendersprache lächerlich finde. Auch europakritische Äußerungen verkneife ich mir, obwohl ich die zunehmende Aufgabe der nationalen Souveränität als falsch und auch gefährlich ansehe«. Der Untertitel dieses autobiografischen Büchleins von Rolf Schwarz lautet »Macht und Ohnmacht der Ausgrenzung«.

Erschienen ist das Buch im August von Goethe Literaturverlag, ISBN 978-3-8372-2531-0, Preis 10,80 Euro. FOTO: PM

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