Loisa Wilhelm ist erste Frau in Einsatzabteilung

Homberg-Schadenbach (kli). Am Samstag veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr ihre Jahreshauptversammlung im Schulungsraum des Gerätehauses.

Homberg-Schadenbach (kli). Am Samstag veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr ihre Jahreshauptversammlung im Schulungsraum des Gerätehauses. Vorsitzender Steffen Räther hatte Erfreuliches zu vermelden, denn die Mitgliederzahl hat sich m vergangenen Jahr von 89 auf 96 erhöht, und Loisa Wilhelm erklärte sich zum Eintritt in die aktive Wehr bereit. Schriftführer Kris Seibert gab seinen Bericht, und der Vorsitzende folgte im Anschluss mit seinem Jahresrückblick. Die traditionelle Faschingssitzung soll, nachdem die Räume des erneuerten Dorfgemeinschaftshauses inzwischen fertiggestellt sind, fortgesetzt werden, und man lädt dazu am 5. März ein.

Die Kirmes fand laut Rückblick von Räther vom 7. bis 9. Mai statt und wurde mit der TTG und der Dorfjugend veranstaltet. Leider konnte man mit dem finanziellen Ergebnis nicht zufrieden sein. Auf Jubiläumsveranstaltungen und Festen benachbarter Feuerwehren war man präsent, und mehrfach gratulierten Vertreter der Wehr Mitgliedern zur Hochzeit und Ehejubiläen. Die Tagesfahrt der Feuerwehr hatte das Ziel Frankfurt/Main mit Besichtigung von Flughafen und Feuerwache. 46 Personen nahmen an diesem Ausflug teil. In diesem Jahr soll die Tagesfahrt am 10. September nach Heidelberg gehen. Die Aktivitäten endeten mit dem Silvesterwürfeln für Kinder.

Räther dankte besonders Erich Simon für die kostenlos zur Verfügung gestellte neue Deichsel für die alte Feuerwehrspritze und bei Stefan Lang für die zur Verfügung gestellte Kunststofftafel für die Atemschutzüberwachung. Wehrführer Jens Gemmer berichtete, 2010 galt es für die Einsatzabteilung einen Einsatz, einen Brandsicherheitsdienst und 13 Übungen zu bestreiten. Letztere setzten sich aus zehn planmäßigen Monatsübungen, einer Gemeinschaftsübung mit der Wehr aus Deckenbach, einer weiteren mit den Wehren aus Büßfeld und Bleidenrod und einer mit der Homberger Einsatzabteilung sowie dem DRK Homberg zusammen.

Die Übungen waren im Schnitt mit neun Aktiven sehr gut besucht. An den meisten Übungen nahmen Heinz Kömpf (12), Fabian Seibert (11) und Bernd Seibert (10) teil. Bei der Gemeinschaftsübung in Deckenbach war das Vereinsheim am Sportplatz Übungsobjekt, wobei man die Wasserversorgung aus dem Bergwerksteich herstellte.

"Waldbrand" war das Übungsthema, mit dem sich die Wehren aus Büßfeld, Bleidenrod und Schadenbach auseinander setzten, und nach der Alarmierung setzten sich drei TSF, 25 Wehrleute und sechs Traktoren mit Güllefässern, die zur Wasserversorgung genutzt wurden, in Bewegung. Nachdem die Wasserbehälter aus Leiterteilen und Planen hergestellt waren, galt das Hauptaugenmerk der reibungslosen Wasserversorgung aus Löschteichen und Bächen sowie der Funktion von Tragkraftspritzen und anderem Gerät.

Dabei gewannen die Wehren neue Erkenntnisse, unter anderem wie die Wasserversorgung in einer solchen Einsatzlage weiter optimiert werden kann, und wie viel Güllefässer mindestens nötig sind, um permanent für drei Einsatzgruppen Löschwasser vorrätig zu haben.

Eine weitere Übung führte die Schadenbacher mit der Homberger Wehr und dem DRK Homberg gemeinsam durch. Übungslage war ein Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen sowie ein Gerätehallenbrand mit vermisster Person in der Schäferstraße. Eine beachtliche Zahl an Zuschauern wohnte dieser Übung bei. Auch die Kameradschaft unter den einzelnen Wehren wurde durch die Veranstaltungen gefördert. Den Brandsicherheitsdienst leisteten Schadenbacher Feuerwehrleute beim Hessentag in Stadtallendorf, zusammen mit weiteren Einsatzkräften aus Homberg und Erbenhausen Brandsicherheitsdienst.

Zu einem Unwettereinsatz wurde man in der Nacht zum 11. Juni alarmiert, die Straße nach Büßfeld war nicht mehr passierbar, weil umgestürzte Bäume den Weg versperrten. Danach räumte man die Straße und kontrollierte die Fahrbahn in Richtung Deckenbach.

Zu den regulären Übungen absolvierten die Atemschutzgeräteträger die jährliche Unterweisung sowie den Streckendurchgang in Alsfeld. Ebenfalls wurde an einer Wehrführerweiterbildung zum Themenschwerpunkt "Elektrische Gefahren an der Einsatzstelle" und "Photovoltaik-Anlagen" teilgenommen. Im Oktober bot man einen Informationsabend für die feuerwehrtechnisch Interessierten, zumeist weiblichen Mitglieder, an, an dem Fahrzeugausrüstung undVerwendung erläutert wurden. Danach ging man näher auf Feuerlöscher ein.

Was das Thema Lehrgänge betrifft, so wurde das Jahr 2010 von den Aktiven nicht zur Weiterbildung auf Kreis- oder Landesebene genutzt. Der Wehrführer hofft darauf, dass 2011 die Bereitschaft zur Teilnahme an Lehrgängen besser wird. Das Jahr 2010 stand ganz im Zeichen der Nachwuchswerbung für die Einsatzabteilung. So wurde mit Loisa Wilhelm endlich einmal eine weibliche Einsatzkraft in die aktive Wehr übernommen.

"Ihr sollten sich weitere anschließen", wünschte Wehrführer Gemmer. Stadtbrandinspektor Peter Pfeil und ernannte Loisa Wilhelm zur Feuerwehrfrau-Anwärterin. Gemmer dankte auch allen passiven Mitgliedern, durch deren Beitrag es erst möglich ist, die Ausrüstung der Einsatzabteilung stetig zu verbessern.

Er erwähnte auch die großzügige Buchspende der Familie Wenzel, die es ermögliche, dass die Mitglieder der Einsatzabteilung mit Fach- und Ausbildungslektüre neuesten Datums versorgt werden. Rechner Uwe Bock gab seinen Finanzbericht, den die Revisoren Daniela Lang, Barbara Wilhelm und Christian Stein geprüft und für in Ordnung befunden hatten. Auf ihren Antrag wurden Rechner und Vorstand entlastet. Uwe Bock stellte den Haushaltsvoranschlag 2011 vor, dem die Mitglieder zustimmten. Zu neuen Kassenprüfern wählte man Stefan Lang, Bernd Seibert und Albrecht Schwabe.

Unter "Verschiedenes" gab es eine Fotopräsentation zum vergangenen Jahr zu sehen, die auf viel Interesse stieß.

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