Obwohl die Wege größtenteils gut begehbar sind, erfolgt die Teilnahme an der Wanderung auf eigene Gefahr. (Foto: pm)
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Obwohl die Wege größtenteils gut begehbar sind, erfolgt die Teilnahme an der Wanderung auf eigene Gefahr. (Foto: pm)

Lauschige Pfade - weite Blicke

Homberg (pm). Wie bereits im Veranstaltungskalender des Naturparks "Hoher Vogelsberg" angekündigt, findet am kommenden Sonntag, dem 28. Juni, eine geführte Rundwanderung statt. In kurzer Zeit kann man im Rahmen dieser Erlebnistour viel erleben, verspricht Wanderführer Hartmut Kraus.

Über die Kirschenallee und alte Magerrasenflächen führt der Weg zu einem Erdfall des 16. Jahrhunderts, der bereits von Merian beschrieben wurde. Informativ sind auch die Hinweise auf den ehemaligen Kieselgurabbau, und wozu dieses Material verwendet wurde. Von einem erhöhten Aussichtsplateau hat man einen überwältigenden Blick in Europas größtes Basaltsteinbruch und darüber hinaus auf die dahinter liegenden Dörfer. Bevor man zum mehrere Millionen Jahre alten Naturdenkmal "Dicke Steine" (dort kurze Rast und Imbiss) gelangt, entdeckt man die hinter einer knorrigen alten Linde gelegene mittelalterliche Schafstränke. Dann führt der Weg an einer alten Sandkaute vorbei, wo an einer senkrechten Sandwand viele Millionen Jahre der Erdgeschichte offenliegen. Weiter geht es auf einem verschlungenen Naturpfad – nach Meinung vieler Wanderer das landschaftlich schönste Stück der Tour – durch das "Felsenmeer" mit ganz außerordentlichen Eindrücken. Es folgt der Weg wieder hinauf auf die Hochfläche des "Hohen Berges" zum Aussichtsturm "Flug- wache" mit herrlichem Weitblick in alle Richtungen. Bei der Wetterschutzhütte oberhalb der Kirschenallee hat man einen überwältigenden Blick auf die Altstadt von Homberg.

Weiter führt der Weg vorbei an einem von der NABU mit viel Liebe und Sorgfalt hergestelltem Insektenhotel und einem darauf folgenden Heckenhohlweg wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Die GeoTour Felsenmeer ist mit einer Länge von 6,6 Kilometer und wenigen Höhenmetern auch für Familien mit Kindern bestens geeignet. Auf der Witterung angemessene Bekleidung und entsprechendes Schuhwerk sollte allerdings geachtet werden. Und obwohl die Wege größtenteils gut begehbar sind, erfolgt die Teilnahme an der Wanderung auf eigene Gefahr.

Die Wanderung beginnt morgens um 10 Uhr und dauert gute drei Stunden. Start- und Zielpunkt ist das Wanderportal unterhalb der ehemaligen Klinik Walb (Asklepios-Klinik) im oberen Bereich der Straße "Zum Hohen Berg", gut erreichbar und beschildert von der Berliner Straße aus. Die Kosten betragen vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder sowie acht Euro für Familien (bitte passend bereithalten). Damit die Wandergruppe nicht unüberschaubar wird, ist eine rechtzeitige und frühe Anmeldung bei Hartmut Kraus unter der Telefonnummer 0 66 33-71 06 unbedingt erforderlich.

Bei extrem schlechtem Wetter wird die Wanderung auf einen späteren Termin verschoben.

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