20 km/h von Modehaus bis zum "Rossini"

Homberg (pm/ks). Nach Abschluss der Bauarbeiten in der Innenstadt hat der Bürgermeister als Straßenverkehrsbehörde eine neue Verkehrsregelung angeordnet.

Vorher wurden Polizei, Magistrat und Ortsbeirat Homberg gehört. Bisher waren die Nebenstraßen und die Marktstraße als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Somit war dort Schrittgeschwindigkeit (etwa 7 km/h) einzuhalten.

In der Frankfurter Straße war die Geschwindigkeit bis auf wenige Streckenteile nicht reduziert. Dies ändert sich nun mit der Anordnung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs als einheitlicher Zone, in der höchstes 20 km/h gefahren werden dürfen. Die rechtliche Grundlage findet sich in der Straßenverkehrsordnung wieder. Die abgeschlossene Zone umfasst den Bereich vom Modehaus Metz und de, Dr.-Ludwig-Walb-Platz bis zur Volksbank und zum Restaurant Rossini. Im gesamten Bereich gilt dann auch rechts vor links.

Die zahlreichen in diesem Bereich derzeit noch vorhandenen Verkehrszeichen sind hinfällig und werden demontiert. Im gesamten Bereich ist durch entsprechende Zusatzbeschilderung das Parken nur in den dafür gekennzeichneten Flächen zulässig. Die neue Verkehrsregelung wird mit dem Aufstellen der entsprechenden Verkehrszeichen wirksam. "Mit Lieferung und Montage ist aber erst im September zu rechnen".

In der Sitzung des Ortsbeirates hatte Bürgermeister Béla Dören die Änderung vorgestellt. Schon länger habe es Überlegungen gegeben, "den Schilderwald zu lichten." Am Rande wurde noch berichtet, dass die derzeit in der Innenstadt geltende Schrittgeschwindigkeit von 7 km/h von kaum einem Verkehrsteilnehmer eingehalten wird.

Deshalb wurde überlegt, einheitlich eine Tempo-20- oder Tempo 30-Zone einzurichten. Tempo 30 erschien als zu schnell, gerade weil Besucher, wenn sie aus einem Geschäft oder einem Imbiss kommen, direkt auf der Straße stehen. Gerade in der Frankfurter Straße gibt es noch das Problem, dass manche Besucher ihr Auto komplett auf dem Bürgersteig parken, sodass Fußgänger auf die Straße ausweichen müssen. Auch wurde auf die enge Kurve im Bereich des Geschäftes Bieger hingewiesen. Viele Einheimische und Auswärtige nutzen weiterhin die Bahnhofstraße als vermeintliche "Abkürzung" Richtung Schweinsburg und Marburg statt über die Umgebung am Ostring zu fahren. So wird auch über eine mögliche Verkehrsberuhigung der Bahnhofstraße und Tempo 30 in diesem Bereich nachgedacht. Das Tempo war während der Umbauarbeiten schon einmal auf 30 km/h gedrosselt, nach dem Ausbau galt dann wieder 50.

Um ein "Blitzen" vom Temposündern man wohl nicht herumkommen, hieß es im Ortsbeirat. Die jetzt getroffene Regelung für die Geschwindigkeit im Innenstadtbereich wurde befürwortet.

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