Eine neue Straße in das Gewerbegebiet Nieder-Ofleiden ist nicht machbar, heißt es im Bauausschuss. Oben der Blick in Richtung Amöneburg. FOTO: JOL
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Eine neue Straße in das Gewerbegebiet Nieder-Ofleiden ist nicht machbar, heißt es im Bauausschuss. Oben der Blick in Richtung Amöneburg. FOTO: JOL

Keine Entlastung

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Homberg(jol). Jacob de Haan war enttäuscht, "wir brauchen für das Gewerbegebiet eine zweite Anbindung, im Moment verläuft die Straße mittig, das ist nicht gut". Aber das Ergebnis der Beratung im Bauausschuss der Homberger Stadtverordnetenversammlung war klar. Die Ausschussmitglieder waren einhellig dafür, keine der Planungen für eine Zubringerstraße zum Gewerbegebiet Nieder-Ofleiden weiter zu verfolgen.

Die Gründe hierfür stellten Bürgermeisterin Claudia Blum und Bauabteilungsleiter Rühl bei der Sitzung in der Stadthalle vor. Aktuell verläuft die Zufahrt zum Gewerbegebiet Nieder-Ofleiden über die Häuserstraße. Die Verwaltung hat überprüft, ob eine nördliche Zuwegung möglich ist. Ein Verkauf der Grundstücke stieß aber bei einigen Eigentümern auf ablehnende Haltung.

Rühl erläuterte, dass man auch den Umbau der Häuserstraße geprüft hat. So kann die Einmündung aufgeweitet werden. "Dann können die Lkw aber schneller abbiegen, ob man sich das wünscht, wage ich zu bezweifeln."

Dann blieb nur die Südvariante als Möglichkeit für eine bessere Anbindung der Gewerbetreibenden. Am Ortseingang aus Richtung Ober-Ofleiden kann ein Kreisverkehr eingerichtet werden. Dann müsste ein Bahnübergang aufgerüstet werden, der bislang für landwirtschaftlichen Verkehr genutzt wird. "Das kann teuer werden", so Rühl, bis zu 1,5 Millionen Euro müssten fließen.

Mit dem Weiterbau einer Straße über 600 Meter komme man auf rund 4,4 Millionen Euro. Eine Verkehrszählung lehnte der Magistrat aus Gründen der Gleichbehandlung der Ortsteile ab, sagte Blum.

Ortsvorsteher de Haan war erstaunt über den hohen Betrag, denn die Süd-Anbindung war der Favorit des Ortsbeirats. Die Anlieger der Häuserstraße leiden unter dem Schwerverkehr. Die Ausschussmitglieder sahen aber keine machbare Lösung. Sie votierten einstimmig dafür, kein Bauleitplanverfahren einzuleiten. Bei fünf Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen der SPD gab es eine klare Mehrheit gegen die Süd-Zufahrt.

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