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Kandidaten-Trio verweist auf viele Anträge

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Homberg (pm). Zu der Pressemitteilung von CDU, SPD und Freien Wählern äußern sich Barbara Schlemmer, Jutta Stumpf und Thorsten Müller als Bürgermeisterkandidaten von Demokratischem Bürgerforum und Grünen. Seit April 2021 bis Februar 2022 legte demnach die CDU zwei Anträge vor. Einer davon wurde sogar ohne Begründung vorgelegt, wie es in der Mitteilung von Schlemmer, Stumpf und Müller heißt.

Diese Begründung wurde auf Bitte der CDU-Fraktion von Jutta Stumpf in der Sitzung formuliert.

Die SPD habe zwei Anträge eingereicht, die Freien Wähler keinen. Die Grünen-Fraktion stellte 14 Anträge, das Demokratische Bürgerforum mehr als 30 Anträge. Wie äußert man seinen politischen Gestaltungswillen eigentlich in einer Stadtverordnetenversammlung besser als durch das Stellen von zielführenden Anträgen?, fragen die drei Kandidaten.

Jutta Stumpf, Barbara Schlemmer und Thorsten Müller stellen sich als Bürgermeisterkandidaten zur Wahl. Die Fraktionsvorsitzenden Michael Fina, Michael Krebühl und Kai Widauer stellten sich dieser Verantwortung nicht. Ihre Kandidatin komme nicht von Homberg und wolle nicht nach Homberg ziehen, obwohl dieser Ansatz bereits zweimal gescheitert sei. Wie kann man seinen politischen Gestaltungswillen und seine Verantwortungsbereitschaft deutlicher zum Ausdruck bringen, als sich seinen Mitbürgern und Mitbürgerinnen in einer demokratischen Wahl zu stellen?, fragen Schlemmer, Stumpf und Müller.

In ihren Ausführungen befassten sich Fina, Krebühl und Widauer ausgiebig mit Jutta Stumpf und Barbara Schlemmer. Für ihre eigene Kandidatin könnten sie nur eine halbe Spalte mit zwei Sätzen füllen.

In der Mitteilung wird darauf verwiesen, dass Barbara Schlemmer erstmals 2021 Abgeordnete der Stadtverordnetenversammlung wurde. Sie sei an Entscheidungen im Jahre 2012 nicht beteiligt gewesen.

Als Fazit heißt es in der Mitteilung, der gesamte Artikel verkörpere die Hetze, »die man uns gerne unterstellen möchte«. Barbara Schlemmer, Jutta Stumpf und Thorsten Müller wollen ihren »sachlichen Arbeitsstil« weiter verfolgen.

Replik von Bürgerforum

Zum selben Thema äußert sich auch das Demokratische Bürgerforum in einer Mitteilung. Darin heißt es, nahezu die ganze Mitteilung von CDU, SPD und FW beschäftige sich »nur mit persönlichen Angriffen, Unterstellungen besonders auf Frau Stumpf«. Solche Diffamierungen kritisierten aber die Vorsitzenden von CDU, SPD und FW.

Das Bürgerforum verweist auf vier Anträge von CDU und SPD in der Stadtverordnetenversammlung. Dem stünden 15 Anträge der Grünen und 42 des Bürgerforums gegenüber. Alle maßgeblichen Anträge zur A 49 seien vom Bürgerforum eingebracht und einstimmig oder mit großer Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden.

Gerade die Beschlüsse zur A 49 vom 17. Januar hätten auf eine umfassende Bürgerbeteiligung abgezielt, selbstverständlich unter Mitarbeit der Ortsbeiräte. Umgesetzt wurde bis heute nichts davon, so das Bürgerforum. Das Bürgerforum will, dass in Homberg mit »einer Stimme« gegenüber den Autobahnbauern gesprochen wird und es zu keinen unkoordinierten Einzelmaßnahmen kommt. Dadurch soll etwas für die betroffenen Ortsteile erreicht werden

Den Vorwurf, dass man sich nicht der Zukunftsthemen in Homberg annimmt, weist das Bürgerforum als »vollkommen haltlos« zurück. So lehnten die Mehrheitsfraktionen von CDU, SPD und FW eine Diskussion über eine Reaktivierung der Ohmtalbahn ab. Das Bürgerforum will vor einer Entscheidung eine gründliche Diskussion über das Thema in der Bevölkerung und dort ein Stimmungsbild einholen.

So gebe es »Zukunftschancen für Homberg, die man nicht so leichtfertig abweisen sollte«. Bei einer Präsentation von Planern in der Stadtverordnetenversammlung sei gesagt worden, dass man sowohl den Radweg als auch die Bahntrasse haben kann, wenn man es denn will. Zudem ändern sich die Rahmenbedingungen in vielen Bereichen dramatisch.

Das Bürgerforum sei bereit für echte Zusammenarbeit, orientiert an den Sachfragen. »Diese muss auf Grundlage der geltende Gesetze, Regeln und mit größtmöglicher Transparenz erfolgen.«

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