Die Kamax-Gruppe hat für ihre Werke Kurzarbeit angekündigt. FOTO: JOL

Coronakrise

Kamax-Gruppe kündigt Kurzarbeit an

Die Kamax-Gruppe ist vom Produktionsstopp bei den meisten Kunden des Automobilzulieferers, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, stark betroffen. Jetzt folgt Kurzarbeit.

Spätestens bis zum 1. April 2020 müssten alle deutschen Standorte und Tochtergesellschaften in Homberg, Alsfeld sowie Osterode am Harz in die Kurzarbeit wechseln, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

"Wir bedauern diese Entwicklung sehr, aber die äußeren Umstände zwingen uns Arbeitszeit zu reduzieren und in Kurzarbeit zu gehen. Niemand ist aktuell in der Lage, abzuschätzen, wann wieder Normalität einkehrt, aber in diesen schwierigen Zeiten verschieben sich ohnehin unsere Prioritäten", sagt Jörg Steins, CEO der Kamax-Gruppe.

Zeitausgleich und Urlaub

"Für uns stehen die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an erster Stelle. Wir sind sehr stolz auf unsere Belegschaft und möchten uns auch auf diesem Weg bedanken, dass sie eine hohe Flexibilität und Verständnis für diese für uns alle extreme Situation zeigen." In der Übergangsphase des strukturierten Herunterfahrens hätten betroffene Mitarbeiter Zeitausgleich und Urlaub genommen.

Nahezu alle Autohersteller haben in den vergangenen Tagen ihre Produktion wegen der Corona-Krise gestoppt. Dies treffe auch die Zuliefererindustrie mit voller Härte. Bis auf das Werk in China, wo die Konjunktur bereits wieder Fahrt aufnimmt, sind sämtliche weltweiten Standorte der Unternehmensgruppe von der ausbleibenden Nachfrage betroffen. Arbeitszeitreduzierungen seien daher unvermeidlich, wobei Kamax die jeweiligen landesspezifischen Regelungen nutze.

Krise meistern

Das Hauptaugenmerk liege nun darauf, durch diese schwierige Zeit zu kommen und für ein späteres Wiederanlaufen der Produktion gewappnet zu sein. Die Gruppe beschäftigt weltweit an 13 Standorten rund 3350 Mitarbeiter und ist neben Europa in Amerika und Asien vertreten. Stammsitz ist in Homberg (Ohm). In der Region sind rund 1250 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. Zusätzlich werden aktuell 37 Auszubildende und 13 duale Studierende beschäftigt. Bis zur jetzigen Krise waren die vergangenen Jahren durch ein stetes Wachstum gekennzeichnet.

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