Am Samstag gab es in Lehrbach eine weitere Demonstration gegen die Autobahn 49 und Rodungsvorhaben im Wald.
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Am Samstag gab es in Lehrbach eine weitere Demonstration gegen die Autobahn 49 und Rodungsvorhaben im Wald.

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Junge Klimaschützer treten bei A49-Protestaktion an

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Die Demonstranten gegen den Weiterbau der A49 bekommen Verstärkung. Am Samstag haben sich ihnen junge Leute der Klimaschutzbewegungen angeschlossen, darunter "Fridays für Future."

Der Protest gegen den Ausbau der A 49 und die damit einhergehenden Waldrodungen im Dannenröder Forst und im Herrenwald hat eine weitere Stufe erreicht. Bei der Demonstration auf der geplanten Trasse im Gleental haben sich am Samstagnachmittag mehrere hundert Anhänger der jungen Klimabewegungen angeschlossen, darunter Vertreter von "Fridays For Future", Greenpeace und der "Extinction Rebellion".

Sie wollten sich mit besorgten Bürgern und Naturschützern zusammentun, um zu erreichen, dass die geplanten Rodungen nicht stattfinden. Ab Anfang Oktober sollen für den nächsten Abschnitt der A 49 die ersten Bäume fallen.

"Es ist unglaublich, welche Kräfte in den letzten Tagen mobilisiert wurden", sagte Christoph-Schulze-Gockel, Vorstand der Schutzgemeinschaft Gleental, die die erneute Demonstration mit BUND, NABU und weiteren im Aktionsbündnis "Keine A49" organisiert hatte.

Das Bündnis fordert von der Landesregierung und der Autobahngesellschaft DEGES den sofortigen Rodungsstopp im Dannenröder Forst und Herrenwald. "Insbesondere die jungen Menschen, die seit einem Jahr gegen die Klimapolitik auf die Straße gehen, können die Entscheidung für die Autobahn in keiner Weise nachvollziehen. Sie fühlen sich betrogen und ihrer Zukunft beraubt - und sie haben recht," so die Schutzgemeinschaft.

Die Teilnehmer der Demonstration kamen zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit Traktoren und zogen die Bundesstraße B 62 entlang zur Kirschbrücke in Niederklein. Im Anschluss fand auf der geplanten Trasse die Abschlusskundgebung statt.

Dort berichtete Christoph Schulze-Gockel über den aktuellen Sachstand und Rechtsfragen des Ausbaus, während verschiedene Vertreter von Naturschutzorganisationen zum Trinkwasserschutz, der Bedeutung des Waldes und Lärmschutz referierten.

Barbara Schlemmer von Bündnis 90/Die Grünen aus Hombert sprach sich noch einmal deutlich für eine Verkehrswende aus.

Christoph-Schulze Gockel: "Es ist völlig verantwortungslos, der jungen Generation, die mit einer so starken Stimme für den Umweltschutz spricht, eine zerstörte Natur zu hinterlassen. Ich kann nur hoffen, dass Wiesbaden den Ausbau der A49 stoppen wird - alles anderes wäre mir unverständlich."

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