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Ehrung und Ernennung (v. l.): Feuerwehrvorsitzender Markus Maus, seitheriger Wehrführer Edgar Steih, neuer Wehrführer Jonathan Gröb und SBI Thomas Stein.

Jonathan Gröb neuer Wehrführer

  • vonHannelore Diegel
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Homberg-Deckenbach (eva). In Corona-Zeiten muss vieles aufgeschoben werden. In Deckenbach ist es seit Monaten die Neuregelung der Feuerwehrführung. Jetzt war es endlich so weit: Unter Beachtung aller vorgeschriebenen Hygieneregeln, trafen sich am Samstag die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Deckenbach zu einer außerordentlichen Dienstversammlung im Dorfgemeinschaftshaus.

Eingeladen zu der Versammlung, an der auch Stadtbrandinspektor (SBI) Thomas Stein, Ortsvorsteher Bernd Reiß und Arnd Gemmer, Wehrführer der Feuerwehr Höingen, teilnahmen, hatte Wehrführer Edgar Steih; in erster Linie, um seinen Rücktritt als Wehrführer bekannt zu geben sowie für die daraus resultierende Neuwahl des Wehrführers und dessen Stellvertreter.

Das Jahr 2020, und wie es aussehe auch 2021, so bilanzierte Steih, würden wohl allen in Erinnerung bleiben, weil durch die fortdauernden Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie aktiv nicht viel möglich gewesen sei und auch weiterhin nicht sein werde. Doch zumindest für die zweite Jahreshälfte 2021 könne man hoffentlich mit Lockerungen des Lockdowns rechnen. »Mit ein wenig Wehmut, aber auch mit etwas Stolz blicke ich zurück, denn es ist in den letzten Jahren viel passiert«, sagte Steih. Dabei hob er auf das aus Vereinsmitteln angeschaffte Einsatzfahrzeug ab sowie die Übernahme des LF 10 im vergangenen Jahr. Außerdem habe sich die Feuerwehr-Leistungsgruppe gegründet, und die Jugendfeuerwehr sei trotz Nachwuchsproblemen immer noch aktiv.

Von Januar 2000 bis Januar 2009 war Edgar Steih stellvertretender Wehrführer und von Januar 2009 bis jetzt Wehrführer. »Aber heute ist es genug, die immer schneller fortschreitende Digitalisierung macht mir schon Probleme, es ist halt nicht meins«, sagte Steih, daher trete er »nun mit sofortiger Wirkung vom Amt des Wehrführers zurück«, gab Steih mit Wehmut bekannt. Er versprach: »Aber ich bleibe weiterhin Gewehr bei Fuß, wenn ich gebraucht werde.« Es sei richtig und wichtig, dass nun jüngere Kameraden, die auch schon in den Startlöchern stünden, die Leitung der Einsatzabteilung übernehmen würden. Der scheidende Wehrführer nannte die Einsatzabteilung »eine ganz tolle Truppe«, wobei er ausdrücklich auch die Feuerwehraktiven aus dem benachbarten Höingen, die gemeinsam mit Deckenbach »die Bergtruppe« der Homberger Wehren genannt werden, mit einschloss. Auch die Wehrführer der Homberger Feuerwehraktiven würden Edgar Steih sicherlich stark vermissen, betonte SBI Stein und dankte Steih für das, was er in den vergangenen Jahren ehrenamtlich geleistet habe.

Bergtruppe immer für Neues gut

Stein betonte, dass das, was derzeit in der »Feuerwehr-Bergtruppe« laufe, wirklich vorbildlich sei, und es mache richtig Spaß. »Wir als Stadtbrandinspektoren kommen immer sehr gerne hierher und arbeiten sehr gerne mit euch zusammen.« Dass dies so ist, zeige sich auch darin, dass man der Homberger »Feuerwehr-Bergtruppe« immer Rückendeckung für neue Ideen gebe. Insbesondere Steih sei da immer konsequent am Ball geblieben, wenn es um die Umsetzung neuer Konzepte oder Anschaffungen gegangen sei. Neben dem scheidenden Wehrführer sprach der SBI auch der Einsatzabteilung seinen Dank aus, da ohne Mannschaft auch der Beste vorne nichts ausrichten könne, und er rief ihnen zu: »Macht auch unter der neuen Führung so weiter.«

Unter großem zustimmenden Applaus überreichte SBI Stein an Edgar Steih in Anerkennung besonderer Verdienste im Brandschutzwesen die Urkunde mit silberner Ehrennadel des Vogelsberger Kreisfeuerwehrverbandes.

Und auch vonseiten der Deckenbacher Feuerwehr hatte man sich einiges einfallen lassen und schenkte dem scheidenden Wehrführer zum Abschied eine mit allen Unterschriften der Einsatzabteilung versehene Feuerwehrjacke, eine als Riesenspardose umfunktionierte ausgediente Atemschutz-Sauerstoffflasche sowie eine mit dem Namen der Feuerwehren Deckenbach und Höingen versehene Feuersäule.

SBI Stein bedauernd: »Jetzt geht einer von Bord, und man kann ihm nicht einmal die Hand geben, geschweige denn ihn mal in den Arm nehmen, sondern wir müssen hier mit Masken und Abstand sitzen.« Doch obwohl man langsam alle Corona-Einschränkungen satt habe, sei weiterhin Geduld gefragt.

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