Wassergebühr

In Homberg wird frisches Wasser teurer

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Die gute Nachricht: Der Abwasserpreis bleibt stabil. Aber ein Ausschuss ist für eine Verteuerung beim Trinkwasser. Jetzt muss die Stadtverordnetenversammlung darüber befinden.

Hausbesitzer sollen ab nächstem Jahr beim Niederschlagswasser mehr zahlen, ebenso für Frischwasser, immerhin bleibt das Niveau bei Schmutzwasser gleich. Das ergibt sich aus einer Sitzung des Hauptausschusses, zu entscheiden hat das die Stadtverordnetenversammlung in der nächsten Sitzung. Die neuen Gebührensätze im Überblick: Schmutzwasser 3,46 Euro pro Kubikmeter, Niederschlagswasser 0,56 Euro/Quadratmeter versiegelte Fläche und 2,71 Euro/cbm beim Frischwasser. Zudem beriet der Hauptausschuss über die umstrittene Art der Protokollierung. Auch da ist ein Konsens in Sicht.

Dabei gab es aus rechtlichen Gründen keine Beschlüsse in der Ausschusssitzung unter Leitung von Dr. Claus Gunkel. Denn im Amtsblatt war der Sitzungsort falsch angegeben, deshalb kommt der Ausschuss vor Beginn der Parlamentssitzung am nächsten Mittwoch noch einmal kurz zusammen.

Viel Spielraum für eine Entscheidung haben die Stadtverordneten nicht, denn die Gebühren müssen kostendeckend sein, wie Gutachter Markus Kellner sagte. Dabei werden die Einnahmen und Ausgaben aus den Jahren 2015 bis 2017 gegenübergestellt und die zu erwartenden Kosten für die nächsten drei Jahre aufgelistet. Die Abrechnung 2015 bis 2017 ergab einen Überschuss von gut 340 000 Euro bei Schmutzwasser, die mit Ausgaben der nächsten drei Jahren verrechnet werden. Jährlich fallen da 1,1 Millionen Euro für Sach- und Personalkosten an.

Klärschlammentsorgung teuer

"Die Gebühren für Schmutzwasser steigen nicht, sondern bleiben konstant", fasst Kellner ein Ergebnis zusammen. Es bleibt bei den 3,46 Euro/cbm bei Schmutzwasser. Beim Niederschlagswasser kamen keine Überschüsse in den Vorjahren zusammen, deshalb müssten 56 Cent/qm (bisher 43 Cent/qm) angesetzt werden. Ein Kostentreiber ist der Klärschlamm aus den Becken der Anlagen. "Wir konnten früher den Schlamm auf landwirtschaftlichen Flächen ausbringen, das ist künftig nur auf ganz bestimmten Flächen möglich", wie Bürgermeisterin Claudia Blum erläuterte. Künftig müsse ein Teil verbrannt werden. Für die Sanierung von Kanalrohren sind 320 000 Euro kalkuliert, auch das hält Blum für realistisch. Da sind lange Leitungen für alle Ortsteile teuer. Zudem fallen teure Reparaturen in Kläranlagen an.

Bei Frischwasser ermittelte Kellner aus den drei Vorjahren ein kleines Minus von 20 000 Euro. Bei künftig höheren Kosten werden 2,71 Euro pro Kubikmeter kostendeckend sein. Bisher waren es 2,35 Euro/cbm. Das liegt auch an zurückgehenden Wasserverbräuchen, da werde jeder Kubikmeter teurer. Zu überlegen sei eine Grundgebühr plus einer Verbrauchsgebühr.

Kurz beraten wurde über die Protokollführung. Dazu gab es eine Information des Städte- und Gemeindebundes, der ebenso wie die Geschäftsordnung ein erweitertes Ergebnisprotokoll vorsieht. Wortmeldungen von Abgeordneten müssen nicht zwingend mitgeschrieben werden. Das soll so bleiben, so der Trend der Debatte.

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