Grüne für mehr Transparenz

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Die Homberger Grünen wünschen sich mehr Transparenz und Verfahrenssicherheit bei den anstehenden Großprojekten. Sowohl beim Radwanderweg als auch beim Gewerbegebiet Am Roten Berg habe man eine Aufstellung der voraussichtlichen Kosten "erst unter Einbeziehung der Behörden erhalten". Zum Radweg wird bemängelt, dass bisher lediglich der Grundsatzbeschluss aus 2010 zum Ankauf der Bahntrasse vorliege.

Die Homberger Grünen wünschen sich mehr Transparenz und Verfahrenssicherheit bei den anstehenden Großprojekten. Sowohl beim Radwanderweg als auch beim Gewerbegebiet Am Roten Berg habe man eine Aufstellung der voraussichtlichen Kosten "erst unter Einbeziehung der Behörden erhalten". Zum Radweg wird bemängelt, dass bisher lediglich der Grundsatzbeschluss aus 2010 zum Ankauf der Bahntrasse vorliege.

Einen Grundsatzbeschluss zum Bau des Radweges gebe es nicht. Fragen werfe auch die denkmalgeschützte Brücke über der Sandmühle auf, etwa zu Absturzsicherung, Unterhaltung sowie Finanzierung der Sanierung. Die Grünen fordern, dass alle mit dem Radweg und dem Viadukt zusammenhängenden Gutachten schnellstmöglich auf der Homepage der Stadt veröffentlicht werden.

Offene Fragen beim Radweg

Hier wird auf den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 14. Dezember verwiesen. Für die Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag fordern die Grünen Bürgermeisterin Blum auf, einen Zeitpunkt für die Veröffentlichung der Gutachten zu nennen. Auch die Verfahrenssicherheit bei den Projekten werfe Fragen auf. So sei neben dem fehlenden Grundsatzbeschluss die Vorbereitung der Rodung auf dem Bahndamm zu kritisieren.

Man wolle die Trasse bis zur Gemarkungsgrenze Gemünden schon jetzt frei machen, obwohl diese Bauabschnitte frühestens in drei bis fünf Jahren bebaut werden könnten. Bis dahin werde die Trasse teilweise wieder zuwachsen. Ganz abgesehen von Naturschutzgründen sei dies auch wirtschaftlich fraglich. Es seien Methoden der Vermessung möglich, die ohne Rodung erfolgen können. Dies werde von Fachleuten als wirtschaftlicher beurteilt. Somit sei die Rodung keine zwingende Voraussetzung für die Vermessung und solle überdacht werden.

Scharfe Kritik äußern die Grünen daran, dass die Rodung und das Eingreifen in das FFH-Gebiet Feldatal/Kahlofen und Ohmaue sowie das Naturschutzgebiet Ohmaue/Igelsrain "ohne Genehmigung durch die Obere Naturschutzbehörde erfolgen soll".

Es sei der Initiative aus den Reihen der Grünen zu verdanken, dass der Stadt Homberg "eine Anzeige mit einer hohen Geldbuße erspart bleibt, weil aus unseren Reihen dafür gesorgt wurde, dass in dieser Hinsicht überhaupt nach Recht und Gesetz verfahren wird", sagte die Fraktionsvorsitzende Helm.

Sie weist ferner darauf hin, dass die Grünen einen Radweg grundsätzlich unterstützen würden. Es müssten allerdings noch offene Fragen und örtliche Gegebenheiten geklärt werden.

Die Belange des Naturschutzes seien auf jeden Fall zu gewährleisten. Zum Haushalt 2017 hat die Fraktion einen Antrag für Investitionen zur Ergreifung von Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und -beruhigung sowie zur Verbesserung des Lärmschutzes eingereicht (die AAZ berichtete).

Die Grünen haben Beschwerden und Anregungen aus verschiedenen Ortsteilen aufgegriffen, die besonders die zunehmende Belastung durch den Schwerlastverkehr auf der L 3072 und L 3073 beklagen. Besonders aus den Ortsteilen wird beklagt, dass man bisher mit den Problemen "alleingelassen" worden sei. Es habe bereits eine Info-Veranstaltung mit Hessen Mobil stattgefunden, darauf verweist Barbara Schlemmer.

In einem zweiten Antrag an die Stadtverordnetenversammlung legen die Grünen einen Antrag auf Erstellung eines Baulücken- und Leerstandskatasters vor.

Es soll der Ist-Zustand der Baulücken und Leerstände in der Kernstadt und den Ortsteilen erfasst werden und Lösungen gesucht werden.

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