Gegen den Deutschen Meister kam keiner an

Homberg (rha). Auf "Rolle, Rad und Sohle" wurde am Sonntag auf der Straße von Homberg nach Wäldershausen um jede Sekunde gekämpft.

Die Rennveranstaltung der Ohm-Speedskater zum Jubiläumsjahr des TV Homberg zog rund 80 Skater, Radler, Nordic-Walker und Läufer an, die von Fans am Rande der Strecke lautstark angefeuert wurden. Auf regennasser Strecke erbrachten die Teilnehmer Höchstleistungen, sodass es beim abschließenden Preisgeldrennen der Speedskater bei den Damen so knapp zuging, dass sogar ein Fotobeweis herangezogen werden musste. Den Auftakt des Renntages machten die Nordic-Walker.

Auf einer Strecke von sieben Kilometern setzte sich bei den Frauen am Ende Susanne Pfeiffer mit einer Zeit von 46 Minuten und 20 Sekunden vor Ute Dietz und Birge Staffa durch. Bei den Männern gewann Gerd Flechtenstein (46:21) vor Wolfram Michel und Heinz Dagit. Den 400-Meter-Lauf der Bambinis gewann Tom Dagit (TV Homberg) vor seinem Vereinskameraden Elias Pfeiffer.

Rasant ging es beim Skating-Sprint über 200 Meter zu. Hier belegte Christopher Schneider vor Ralf Dagit und Jan Schenk den ersten Platz. Die Paar-Staffel über zwölf Kilometer wurde in zwei Disziplinen absolviert. Zunächst standen acht Kilometer Radfahren auf dem Programm, gefolgt von vier Kilometern Laufen. Mit einer Zeit von 28 Minuten und 59 Sekunden gewann das Paar Michel/Thaut vor den Paaren Katz/Gensheimer und Riehl/Linne.

Am Mittag folgte der Hauptlauf über zwölf Kilometer, für den Teilnehmer ab 18 Jahren zugelassen waren. Zeitgleich fand der Freizeitlauf ab 14 Jahren über eine Strecke von vier Kilometern statt. Erster beim Hauptlauf wurde Joachim Reich, der mit einer Zeit von 59 Minuten und 31 Sekunden der einzige Läufer war, der die Strecke in unter einer Stunde zurücklegte. Zweiter wurde Manfred Schmidt vor dem Drittplatzierten Jens Kehl. Den Freizeitlauf konnte Niclas Pfeiffer vor Valentin Geier und Jonathan Metz für sich entscheiden. Zur Dreier-Team-Staffel waren drei Teams angetreten. Die Gesamtstrecke von drei Kilometern war dabei aufgeteilt in 2000 Meter Radfahren, 500 Meter Inlineskaten und 500 Meter Laufen. Die Teilnehmer durften acht bis dreizehn Jahre alt sein, wobei mindestens ein Staffelmitglied unter zehn Jahre alt sein musste.

Am Ende belegte das Team Bock/Lederer/Lederer mit ungefähr einer halben Minute Vorsprung auf die Staffel Metz/Metz/Pott den ersten Rang.

Dritter wurde das Team Alberti/Alberti/Simonides. Ein weiterer Höhepunkt war das Preisgeldrennen der Speedskater am späten Nachmittag. Unter den 21 Teilnehmern befand sich sogar der Deutsche Meister Kurt Kroneberger aus Groß-Gerau. Die Bedingungen für das Rennen waren nicht besonders gut. Ralf Dagit, Abteilungsleiter der Speedskater, berichtete später, dass man bei der nassen Strecke und zusätzlichem Gegenwind schon an seine Grenzen gehen musste. Teilweise seien die Skater mit Regenbereifung angetreten. Nasser Untergrund hin oder her, auf der in mehrere Runden aufgeteilten, insgesamt 20 Kilometer langen Strecke wurde um jede Sekunde gekämpft. Von lautem Jubel am Straßenrand begleitet, ließen auch die Skater nicht locker, bei denen es nicht mehr um eine mit Preisgeld dotierte Platzierung ging. Nicht ganz überraschend gewann bei den Männern am Ende Kurt Kroneberger mit einer Zeit von 41 Minuten und neun Sekunden und einem deutlichen Vorsprung von fast 20 Sekunden. Zweiter und Dritter wurden die Ohm-Speedskater Markus Leupold und Christopher Schneider. Die beiden hatten versucht, den Favoriten zu ärgern, es über die lange Distanz dann leider doch nicht geschafft. Nicht ganz so deutlich endete das Rennen für die Frauen. In einem spannenden Endspurt war Saskia Traub Nicole Koning mit 52 Minuten und vier Sekunden nur um eine Sekunde und etwa eine Radlänge voraus, wie die Wertungsrichter nach der Sichtung des Filmmaterials feststellten. Dritte wurde Diane Oberer mit einer ebenfalls sehr guten Zeit von 53 Minuten und 30 Sekunden.

Bei der Preisverleihung erhielt der Drittplatzierten Schneider ein Preisgeld von 100 Euro. Der Zweite Leupold erhielt 200 Euro. Michael Rotter überreichte stellvertretend für die Sparkasse Oberhessen 300 Euro an den Erstplatzierten Kroneberger. Bei den Frauen war der dritte Platz mit 50 Euro dotiert. Die Zweitplatzierte erhielt 100 Euro und die Siegerin 150 Euro.

Hartmut Katz, der den Renntag moderiert hatte, bedankte sich im Rahmen der Siegerehrung bei Speedskating-Abteilungsleiter Dagit für die gute Organisation sowie bei Mark Schäfer, der sich um die technischen Details gekümmert hatte, und allen weiteren Helfern und Zuschauern. Im Namen des TV-Vorstandes bedankte sich auch Manfred Wilhelm bei der Speedskating-Abteilung und allen Helfern. Die Veranstaltung sei toll organisiert gewesen und man habe viele tolle Wettbewerbe sehen dürfen.

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