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Für weitere Maßnahmen zur Klimaanpassung

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Homberg (pm). Zur kommenden Stadtverordnetenversammlung stellt die Grünen-Fraktion Homberg einen weiteren Antrag zur Klimaanpassung. Beantragt wird die Beschattung öffentlicher Plätze, besonders der Spielplätze.

Durch den Klimawandel werden die heißen Sommertage häufiger und die Sonneneinstrahlung intensiver. Besonders Kinder und ältere Menschen sind durch die Sonneneinstrahlung gesundheitlich gefährdet. Nicht nur an sogenannten Hitzetagen bietet Schatten Gesundheitsschutz und eine angenehme Aufenthaltsqualität im Freien. Daher sei es sinnvoll, öffentliche Plätze durch die Anpflanzung von Bäumen, die eine große Baumkrone entwickeln, zu bepflanzen, so Fraktionsvorsitzende Barbara Schlemmer. Bäume seien durch ihre Verdunstungskühle die besten Kühlaggregate der Natur und jeder gepflanzte Baum sei eine Maßnahme des Klimaschutzes. Alternativ kämen noch begrünbare Überdachungen in Frage. Man gehe davon aus, dass man für die Maßnahme eine hohe Förderung von bis zu 100 Prozent erhalten könne, so Leonard Morneweg.

Die Grünen beantragen, dass alle Ortsbeiräte befragt werden, welche öffentlichen Plätze durch die Anpflanzung von Bäumen oder die Errichtung von begrünbaren Überdachungen beschattet werden sollen, besonders Spielplätze, Friedhöfe und Dorfplätze. Man freue sich über jeden Vorschlag aus der Bevölkerung, damit eine solche Maßnahme bedarfsgerecht umgesetzt werden kann, so Schlemmer. Man hoffe, dass die Anträge zur Klimaanpassung, besonders zur Erstellung von Starkregengefahrenkarten und präventiven Maßnahmen bei Starkregen und zum Hochwasserschutz, zügig von der Verwaltung umgesetzt werden, so Elke Müller. Insbesondere sei es unabdingbar, jede größere Baumaßnahme vorab auf die Gefährdungslage zu überprüfen.

Denn jede neue Versiegelung verändere die Wirkung, die Starkregen auf ein bestimmtes Gebiet hat. Daher müsse neben der topographischen Ausgangslage auch die Ausgangslage der Kanalisation geprüft werden, bevor ein Bauvorhaben in Angriff genommen wird.

Dies gelte aktuell für die beiden neu geplanten urbanen Gebiete an der Ohmstraße und in der Friedrichstraße, die eine besonders verdichtete Bebauung zulassen.

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