Experten sollen beim Sparen helfen

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Homberg(jol). Die Stadt Homberg muss sparen und will hierbei die Hilfe eines Beratungsbüros in Anspruch nehmen. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Hauptausschusses in der jüngsten Sitzung unter Leitung von Dr. Claus Gunkel einstimmig. Wenn die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch, dem 4. November, das beschließt, sollen zunächst Beratungsbüros ihre Leistungen vorstellen. Später soll der Auftrag an eines der Büros vergeben werden. Dabei sollen Fördermittel des Landes in Anspruch genommen werden, die 50 Prozent der Kosten abdecken. "Der Vorteil eines Beratungsbüros ist der externe Blick", regte Bürgermeisterin Claudia Blum an. Dabei soll geschaut werden, in welchen Bereichen die größten Einsparungen erzielt werden können.

Das befürworten die Stadtverordneten, so verwies Eckhard Hisserich (Demokratisches Bürgerforum) darauf, dass in Nachbarkreisen durch gute Maßnahmen Geld gespart wird. Gabriele Schäfer-Langohr (SPD) meinte, man müsse bei der Auswahl des Beratungsbüros darauf achten, dass Kenntnisse der Lage im ländlichen Raum vorhanden sind. Norbert Reinhardt (CDU) regte an, im Vorfeld die Erfahrungen in vergleichbaren Kommunen abzufragen.

Gespart wird bereits bei Kosten für Energie in öffentlichen Gebäuden, wie der Bericht zum Energieeffizienznetzwerk ergab. Wie Bürgermeisterin Blum sagte, habe man sieben Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in der Stadthalle, dem Gemeinschaftshaus Dannenrod, in der Feuerwehr Homberg und der Sporthalle Nieder-Ofleiden eingespart. Diese Einsparung wurde "durch frühzeitige Behebung von Mängeln und bei Erneuerung von defekten Leuchtmitteln durch den Einsatz von LED-Technik erzielt". Im laufenden Jahr werden die Energiedaten des Schwimmbads analysiert, um Einsparungen zu ermöglichen. Das weitere Vorgehen bei der Sanierung von städtischen Gebäuden erfolgt auf Basis des Klimaschutzteilkonzepts. Die Fraktionen wollen sich nun mit dem Energie-Bericht eingehender befassen.

Kurz beraten wurde im Ausschuss auch die Lage der e-Mobilität. Denn FW und SPD haben sich mit Ladestationen für E-Mobile beschäftigt. Blum erinnerte daran, dass der Energieversorger Ovag eine Ladesäule an der Stadthalle aufgestellt hat. Sie werde von Besuchern der Ohmstadt genutzt, allerdings nicht in starkem Maße. In manchen Monaten wurde kein einziges Mal gezapft, im September waren es zwölf Tankvorgänge. In einem Jahr will man sich die Nutzung noch mal im Ausschuss anschauen.

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