Ehemalige Grundschule soll gekauft werden

Homberg (ks). Die Stadtverordneten waren in ihrer Sitzung am Mittwoch im Gemeinschaftshaus Nieder-Ofleiden dafür, die ehemalige Grundschule in der Friedrichstraße zu kaufen.

Das Ergebnis lautete auf 22 Ja-Stimmen und eine Enthaltung. Der Kreisausschuss hatte zuvor grünes Licht für den Verkauf gegeben. Im Gebäude war zuletzt noch die erste Klasse untergebracht. Die Kinder werden aber seit dem neuen Schuljahr ebenfalls in der Hochstraße in der Ohmtalschule unterrichtet. Dort kann auch eine Betreuung über Mittag erfolgen. Der Erlös aus dem Verkauf soll für den Umbau der Räume in der Hochstraße genutzt werden, hat der Kreis zugesagt.

Demnächst wollen interessierte Investoren mögliche Konzepte für das Gelände vorstellen. Favorisiert werden derzeit seitens der Stadt ein Lebensmittelmarkt und altengerechtes Wohnen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Reinhardt meinte, die Stadt müsse ein solches Objekt kaufen, die Frau sei nur wann. Mit dem Wunsch nach einem Lebensmittelmarkt werde in Sachen Nutzung schon "sehr weit vorgegriffen." Dies vor dem Hintergrund, dass es in der Innenstadt Leerstand bei Ladengeschäften gibt. Da sei zu fragen, wie sinnvoll es ist, in der Friedrichstraße noch einen Markt anzusiedeln. Er sah das Parlament aufgefordert, "Bürgermeister und Magistrat einen Blankoscheck auszustellen."

Bürgermeister Dören berichtete vom Wunsch gerade älterer Bürger, einen Lebensmittelmarkt innerhalb der Kernstadt zu haben. Zudem sei ein Drogeriemarkt als Ersatz für Schlecker notwendig. Auch würden altengerechte Wohnungen fehlen. Auch der Gewerbeverein spreche sich dafür aus, "wir brauchen einen Magneten, damit die Leute auch in die Innenstadt kommen."

SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Claus Gunkel rief dazu auf, die alte Schule zeitnah zu beleben. Da sei eine Einkaufsmöglichkeit mit seniorengerechtem Wohnen eine gute Sache. Michael Krebühl meinte für die Freien Wähler, es gebe bei einem solchen Kauf kein finanzielles Risiko. "Ein solches Sahnestück in der Innenstadt wäre jederzeit wieder zu verkaufen." Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung sprachen sich die Stadtverordneten dann für den Kauf aus. Bei den Anfragen hatte Volker Orth (CDU) moniert, eine ehemalige Mitarbeiterin der Stadt habe nach einem gerichtlichen Streit offenbar über ein politisches Mandat den Auftrag erhalten, beim geplanten Familienzentrum im alten Amtsgericht tätig zu werden. Bürgermeister Dören sagte, die Stelle sei ausgeschrieben worden, um die künftige Arbeit im Familienzentrum zu koordinieren.

Es gehe um eine halbe Stelle und 20 Stunden in der Woche, die Stelle sei auf ein Jahr befristet. Es seien rund sieben Bewerbungen eingegangen, die Bewerberinnen und Bewerber stellen sich demnächst vor. "Wer die Stelle bekommt, wird sich dann zeigen." Zu Volker Orth gewandt berichtete er von einem Gerichtsverfahren, bei dem die Stadt unterlegen sei, "sie müssten es ja wissen, Sie haben es selber geführt." Orth erwiderte, die Stadt sei nicht unterlegen, man habe einen Vergleich geschlossen. Zudem stehe die jetzt geplante Stelle gar nicht im Stellenplan. Kritik äußerte für die CDU Norbert Reinhardt. Zunächst sei zugesagt worden, im alten Amtsgericht "für kleines Geld" Renovierungsarbeiten zu machen, jetzt sei ein Architektenauftrag vergeben worden. Das sei nötig gewesen, so Dören, weil die Aufsicht einen Nutzungsänderungsantrag verlangt habe. Deshalb sei kurzfristig ein Architekt beauftragt worden.

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