Burgfräulein als Bedienung und viel Minnegesang

Homberg-Deckenbach (kli). "Ja so warn´s die alten Rittersleut" war das Motto des Dorffestes mit zünftigem Ritterabend im Gemeinschaftshaus, den der Gemischte Chor Deckenbach am Samstagabend veranstaltete.

Homberg-Deckenbach (kli). "Ja so warn´s die alten Rittersleut" war das Motto des Dorffestes mit zünftigem Ritterabend im Gemeinschaftshaus, den der Gemischte Chor Deckenbach am Samstagabend veranstaltete. Wie der zweite Vorsitzende Detlef Filipp erklärte, sei dieses Motto spontan entstanden. Mit zunehmender Vorbereitungszeit wuchs das Gerüst des Abends und zu jeder neuen Idee gab es weitere. Es machte sehr viel Freude, mit den positiv eingestellten Mitgliedern etwas ganz neues vorzuführen.

Der Gesangverein wurde für seine Mühen belohnt, denn das DGH war bis auf den letzten Platz gefüllt. Man fühlte sich ins Mittelalter zurückversetzt, denn zwei Mägde in entsprechender Kleidung standen mit Waschzuber und Bürsten bereit um den Gästen die Hände zu schrubben, denn es war neben einem ritterbezogenen Programm ein ebenso herzhaftes Mahl vorgesehen. Am Tresen stand ein kräftiger Wirt, der den Gästen Met in Trinkhörnern anbot. Burgfräulein in bezaubernder Kleidung bedienten, trugen Essen auf und wirkten beim "Minnegesang" mit. Das Rittermahl bestand aus Trockenobst, Käse, Wurst und Fleisch, das vom Holzteller mit Holzmessern und Holzgabeln eingenommen wurde, dazu reichte die Rittergesellschaft süßen Met und Lätzchen verhinderten das Bekleckern.

Der Gesangverein gefiel mit Liedern wie "Kommt ihr G´spielen" oder "Der Floh" und "An die Freunde". Als Einlagen gab es immer neue Versfolgen des Liedes "Ja so warn´s die alten Rittersleut", auch mit neu hinzugedichteten. "Burgherr" Detlef Filipp gab Hinweise zum Programm, Musikus Peter Dittrich dirigierte die Sänger und wirkte beim Hörnerensemble (Posaunenchor) mit. Die Bläser brachten "Ein Spielstück", eine "Pavane" und weiteres.

Burgfräulein Christa trug eine Ritterballade vor und Ritter Reinhold alias "Hannes vom Dorf" hatte bei seinem lustigen Vortrag mit vielen Episoden von früher die Lacher auf seiner Seite. Die Ordensbrüder von Kreuz und Schwert (Jens Berthold, Florian Müller und Julian Becker) führten Ritterspiele vor. Sie zeigten mit mittelalterlichen Waffen Gefechte mit Angriff und Verteidigung. Dabei steckten sie in 20 bis 25 Kilogramm schweren Rüstungen. Die Wappen und Schilde an den Innenwänden des DGH zeigten in bunten Farben einige Rittergeschlechter. Tierfelle spiegelten einen Hauch von Kemenatenverzierungen wieder. Die Ritter Peter und Siegfried erfreuten mit dem Lied "Guter Mann du gehst so stille".

Einige Beiträge zeigten, dass die Rittersleute zwar raubeinig, aber fröhliche Menschen waren und die Gäste dafür reichlich Beifall zollten. Filipp war erfreut über den gelungenen Ritterabend und dass sich die lange Vorbereitungszeit gelohnt hatte. Er dankte allen Mitwirkenden, besonders aber den Ordenbrüdern von Kreuz und Schwert, deren wertvolle Unterstützung den machbaren Weg für ein solches Ritterspektakel erst freimachte.

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