Schule

Bunte Feier zum Jubiläum der Homberger Stadt- und Schulbibliothek

Anlässlich des 25. Jubiläums der Schul- und Stadtbibliothek in Homberg haben Schüler und Lehrer der Ohmtalschule ein besonders vielfältiges Programm auf die Beine gestellt.

Von ESI

Zahlreiche Gäste erfreuten sich in der Aula der Gesamtschule an den musikalischen und literarischen Vorträgen von Schülern und Ehemaligen. Auch Schriftstellerin und Drehbuchautorin Astrid Ruppert war zu Gast und erzählte von Zeiten, in denen Bücher keine Selbstverständlichkeit waren.

Die Bibliothek,wie die Homberger sie heute kennen, enstand 1993, als die Stadtbibliothek im Alten Amtsgericht und die damals eher bescheidene Schulbibliothek zusammengelegt wurden. Seit dem wächst sie stetig und beherbergt heute über 18 000 Medien. . Sie lebt von dem Engagement vieler Helfer und ist sowohl für die Stadt als auch für die Schule von großer Bedeutung.

Aus diesem Grund wurde in der Aula der Ohmtalschule eine große Jubiläumsfeier ausgerichtet. Das Jugendblasorchester der Freiwilligen Feuerwehr in Homberg eröffnete den Abend. Noch mehr musikalisches Talent brachte der Mädchenchor der Klasse 8G "Töffels" und der ehemalige Schüler Yannis Schlosser am Klavier auf die Bühne. Schüler der Kreativ-Schreib-AG unter der Leitung von Karin Fei bewiesen mit ihren selbst verfassten Texten Witz und Kreativität.

Geburtstagstext als Poetry-Slam

Auch Poetry-Slammerin Stella Jantosca ließ es sich nicht nehmen, eigens für den Geburtstag der Bibliothek einen Text zu schreiben und erntete damit tosenden Applaus. Jennifer Roos, eine Homberger Nachwuchsautorin, die schon in ihrer Zeit an der Ohmtalschule ihr erstes Buch schrieb, erzählte, wie sie als Kind in der Stadtbibliothek stets ein und dasselbe Buch auslieh und trug eines ihrer Gedichte vor. "Ich bin überwältigt von dem geballten Talent der jungen Menschen, die heute vor uns stehen", sagte Astrid Ruppert, als sie die Bühne betrat.

In ihrer Kindheit waren Bücher ihre stetigen Begleiter. Doch waren sie in ihrem Zuhause eine Seltenheit. Ihre Eltern waren der Meinung, dass zu viel Lesen den Augen schadet und blind macht. Zuflucht fand sie in der damaligen Stadtbibliothek in ihrem Heimatort im Saarland, wo sie Seite um Seite in unzählige Geschichten eintauchte.

Zum Jubiläum der Homberger Bibliothek spendete Ruppert einige ihrer liebsten Bücher und natürlich ihr erstes Werk "Obendrüber da schneit es". Der Förderverein der Grundschule beschenkte die Bibliothek mit 100 Euro und auch der Förderverein der Ohmtalschule spendete 250 Euro, die natürlich für die Erweiterung des Sortiments verwendet werden soll.

"Wenige Dinge prägen einen Leser so sehr wie das erste Buch", erklärte Schulleiter Carsten Röhrscheid. Und obwohl viele Kinder heutzutage ihre ersten Leseversuche wohl eher auf einem Tablet oder E-Book machen, gibt es wohl kein Gefühl das vergleichbar wäre mit dem Lesen eines echten, dicken, mit schwarzer Tinte bedruckten Buches.

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