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Brücken und Unterführungen für A 49

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Von: Joachim Legatis

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Die eine Hälfte der Unterführung des Feldwegs von Maulbach nach Rülfenrod ist bereits abgerissen, während die Lkw-Kolonnen auf der A 5 vorbeiziehen. Das Bauwerk wird höher und breiter neu errichtet. Rechts neben der Fahrbahn liegt einer der Stahlträger für die Überführung der A 49 in Fahrtrichtung Alsfeld/Hattenbacher Dreieck. © Joachim Legatis

Homberg (jol). Der Bau der Autobahn A 49 kommt zügig voran, überall auf der Strecke durch den Vogelsberg herrscht rege Betriebsamkeit. Besonders deutlich wird das im Gleental zwischen Lehrbach und Niederklein sowie im Bereich des künftigen Ohmtaldreiecks zwischen Maulbach und Rülfenrod.

An der Bundesstraße 62 bei Lehrbach wird eine 29 Meter hohe und 461 Meter lange Brücke errichtet, die über das Tal der Gleen führt. Die Autobahn kommt aus dem Herrenwald und führt nach der Brücke durch den Dannenröder Wald, der bis zuletzt von Naturschützern besetzt war, um die Rodungen zu verhindern. Die Brücke wird als Spannbetonhohlkasten in Mischbauweise errichtet. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 38 Monate, wie die A 49 Autobahngesellschaft mitteilt.

Am Waldrand in Richtung Stadtallendorf ist das riesige Widerlager im Bau (Bild oben). Die Bauarbeiter sind kleine Figuren zwischen den Schalungswänden, Bagger und ein Kran vervollkommnen das Bild. In der Talmitte wird das Fundament eines Pfeilers gegossen, Zeitweilig stauen sich die Betonmischer auf der schmalen Zufahrt, um nach und nach den Inhalt der Trommel über den langen Schlauch einer Betonpumpe abzuladen. Auf der breiten Schneise im Dannenröder Wald laufen die Vorbereitungen für das zweite Widerlager. Dort soll ein mehrere Meter tiefer Einschnitt geraben werden, damit die künftige Autobahn keine zu starke Steigung aufweist.

Unterführung für Feldweg im Bau

Bewegung gibt es auch im Maulbacher Wald. In der »Meisebach«, dem Tal inmitten des Waldstücks, durch das die Autobahn verlaufen soll, wird die Stromleitung entlang der künftigen Autobahntrasse verlegt. Dafür sind bei einigen Bäumen die Wipfel gekappt worden. Um die höheren Masten errichten zu können, halten nun Behelfsmasten die Stromkabel der 110-kV-Leitung.

Die größte Baustelle bleibt die für das künftige Ohmtaldreieck. Dort wird die A 49 auf die Autobahn A 5 treffen. Das Ohmtaldreieck befindet sich zwischen Rülfenrod, Nieder-Gemünden und Maulbach. Autofahrern auf der A 5 ist die Baustelle wegen der Fahrbahnumlegung seit einigen Monaten vertraut.

Die Einengung auf der viel befahrenen Autobahn ist aktuell nötig, um eine neue Unterführung für den Feldweg von Maulbach nach Rülfenrod zu bauen (Bild unten). Das neue Bauwerk muss breiter und höher als das alte sein, weil sich ansonsten die Fahrbahnen der beiden Autobahnen nicht kreuzen könnten.

Ein echter Blickfang beim Vorbeifahren sind die riesigen Brückentträger aus Stahl, die längs der Autobahn aufgebockt sind. Die Pfeiler für die Überführung von der A 49 auf die A 5 in Fahrtrichtung Alsfeld/Hattenbacher Dreieck sind bereits weitgehend errichtet. Nach Angaben der A 49 Autobahngesellschaft solen die Brückenträger eingebaut werden, sobald die Pfeiler fertiggestellt sind. Parallel dazu laufen die Arbeiten an einer weiteren Überführung. Über sie wird zukünftig der Fahrzeugstrom der A 5 in Fahrtrichtung Frankfurt geleitet, darunter hindurch fließt dann der Verkehr von der A 5 aus Richtung Frankfurt auf die A 49.

Wer sich die Strecke und die Bauwerke genauer betrachten möchte, sei auf eine übersichtliche digitale Streckenkarte verwiesen. Die A 49 Autobahngesellschaft hat den Verlauf zwischen Treysa und dem Ohmtaldreieck mit einigen baulichen Besonderheiten aufbereitet. Sie ist auf der Webseite der A49 Autobahngesellschaft www.a49-hessen.de unter der Rubrik Streckenkarte zu finden.

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Das Bild ganz oben zeigt die Baustelle für das Widerlager der Gleentalbrücke bei Lehrbach, die oben als Planzeichnung mit einem üppigen Grünstreifen zu sehen ist - rechts ein Steinhaufen für Eidechsen und gepflanzte Bäumchen neben der Baustelle für die Brücke. © Red
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h_a49stein_161221_4c © Joachim Legatis

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