Beim Fest der Oldtimer-Freunde auf dem Museumsgelände

Homberg-Dannenrod (kli). Traditionell veranstalten die Oldtimer-Freunde im Spätsommer ihr großes Fest, das sie den Herbstarbeiten in der Landwirtschaft widmen. So war es auch am Samstag und Sonntag auf ihrem Museumsgelände in Dannenrod.

Homberg-Dannenrod (kli). Traditionell veranstalten die Oldtimer-Freunde im Spätsommer ihr großes Fest, das sie den Herbstarbeiten in der Landwirtschaft widmen. So war es auch am Samstag und Sonntag auf ihrem Museumsgelände in Dannenrod. Wie immer wurde diese Veranstaltung von der Bevölkerung bei gutem Wetter bestens angenommen, und wie immer gab es richtig viel zu sehen. Über das Gelände hatte man einen Riesenfallschirm an einem Kran aufgehängt und ließ ihn über die Parade der Oldtimerfahrzeuge schweben. Traktoren und Maschinen aller Größen konnten bestaunt werden und ließen manch Technikerherz höher schlagen.

Alle bekannten Fabrikate waren dabei, alle waren liebevoll restauriert und wurden originalgetreu vorgestellt. Der Getreidedrusch wurde bei einer Dreschvorführung begeistert aufgenommen. Dazu musste erst ein Allgaier-Traktor mit Schwungscheibe an der Seite angelassen werden. Dies gelang mit zunächst mit Stottern und dann dem Übergang zum perfekten Lauf. Über einen langen Riemen erfolgte der Antrieb.

Getreidegarben wurden dann in die Dreschmaschine eingelegt und unter dem bekannten Summton schnurrte diese los, dass es nur so staubte. Der frische Wind trug den "Maschinendreck" über das nahe Maisfeld weg in Richtung Osten. Kaum eine andere Vorführung lockte so viele Zuschauer an.

Auf einem kleinen Markt konnten Kürbisse aller Größen und Farben gekauft werden, und Holzspielzeug, Klappern, Dreschflegel und hölzerner Hausschmuck waren im Angebot, ebenfalls Herbstgestecke aus Buchs und Hagebutten. Eine Familie aus Lehrbach hatte unter anderem Schnitzwaren und vermenschlichte, aber hübsche Elche gebastelt, die winterlich gekleidet waren. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg aus Strohballen, sie konnten das Schlüpfen von Küken beobachten, und sie konnten einen "Schlepperführerschein" erwerben, indem sie unter der Anleitung von Erwachsenen einige Runden auf einem Ackerparcours drehten.

Dann folgte die fröhliche Übergabe mit Gratulation. Die größeren Kinder wollten nur ungern an der Prüfung teilnehmen, denn da werde "zu langsam gefahren", protestierten sie. Im benachbarten Maislabyrinth versuchten sich Besucher aller Altersklassen und waren über diesen schwierigen Durchgang doch überrascht. Ein kleiner Knirps versuchte seine Oma mit hineinzuziehen, aber die wollte partout nicht. Zu den weiteren Höhepunkten zählte die Military-Ausstellung mit alten Armeefahrzeugen der Bundeswehr, der Wehrmacht und der US-Amerikaner.

Zu den "Magneten" für die Fotografen zählten die schweren Motorräder und Kettenkrads aus dem "Dritten Reich". Die Fans der US-Army konnten manches Sammlerstück in Form von Lkw, Jeep und Geschützen bestaunen. Daneben gab es moderne Großtraktoren und Erntemaschinen zu sehen.

Für den großen und kleinen Hunger und Durst hatten die Oldtimer-Freunde viele Leckerbissen im Angebot, so gab es heiße Erbsensuppe mit Wursteinlage aus der Gulaschkanone, weitere Fleischgerichte und frisches Bier.

In den beiden Hallen konnte man neben der körperlichen Stärkung noch der volkstümlichen Musik der Kapelle "Blitz und Donner" aus Schwalmtal lauschen, Bekannte treffen oder den Miniaturboxenlaufstall inmitten von landwirtschaftlichem Gelände und Minimaschinen bestaunen.

Für die Teilnehmer und die Oldtimer-Freunde scheint sich der Aufwand wieder gelohnt zu haben, denn alle kamen auf ihre Kosten, und überall blickten die Betrachter in frohe Gesichter.

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