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Die Autobahnplanungsgesellschaft Deges bleibt dabei, dass alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz des Trinkwasser ergriffen werden. FOTO: ARCHIV)

"Befürchtungen sind unbegründet"

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Homberg/Kirtorf(pm). Die Deges, verantwortlich für die Planungen zum Weiterbau der A 49, nimmt Stellung zur Kritik von Lesern der Alsfelder Allgemeinen Zeitung. Die geäußerten Befürchtungen bezüglich einer möglichen Belastung des Grundwassers während der Bauzeit und des Betriebs der A 49 seien unbegründet, so ein Sprecher des Unternehmens.

In der Planung und während der Bauzeit der A 49 würden die Vorgaben der Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten (RiStWag) eingehalten und die Vorgaben aus den Schutzgebietsverordnungen der Trinkwasserschutzgebiete Wohratal und Stadtallendorf beachtet.

Risiko werde minimiert

"Außerdem wurden in umfangreichen Risikostudien und Abstimmungsgesprächen mit dem Wasserzweckverband und den Wasserbehörden Maßnahmen festgelegt, die das Risiko der Beeinträchtigung der Trinkwassergewinnung während der Bauausführung und der Betriebszeit minimieren. Darüber hinaus gelten die Auflagen und Nebenbestimmungen der Planfeststellung". Zu den Schutzmaßnahmen während der Bauzeit gehöre, dass im Nahbereich der Gewässer eine Baustelleneinrichtung sowie das Lagern und Umfüllen von Kraftstoffen, Ölen, Schmierstoffen und sonstigen wassergefährdenden Stoffen nicht zulässig sei, ebenso die Wartung sowie Reinigung von Maschinen und Fahrzeugen. Alle Baugeräte würden nach Ende der täglichen Arbeitszeit aus den gewässernahen Zonen entfernt. Betankungen und Fahrzeugwartung erfolgten außerhalb der Wasserschutzzonen (WSZ) II und III A.

Es würden biologisch leicht abbaubare Öle, Schmier- und Kraftstoffe verwendet. Um die natürlichen Bodenfunktionen (Wasserspeicherfähigkeiten, Schadstoffbinde- und abbaufähigkeit, Grundwasserschutz) des Oberbodens in der Nähe der Trasse nicht zu stören, werde ausschließlich der Trassenbereich für die Baulogistik genutzt. Außerdem würden baubedingte Grundwasserabsenkungen (etwa bei Gründungsarbeiten von Talbrücken) auf das für eine regelgerechte Bauausführung erforderliche zeitliche und mengenmäßige Maß beschränkt. "Diese Punkte stehen beispielhaft für eine Vielzahl von Schutzmaßnahmen, die die Trinkwasserversorgung während des Baus der A 49 gewährleisten," so die Deges in der Stellungnahme. Auch für die anschließende Betriebszeit der A 49 seien Schutzmaßnahmen vorgesehen, unter anderem die Sammlung und Ableitung des auf der Autobahn anfallenden Regenwassers in Regenrückhaltebecken.

Notfallplan wird erstellt

In den Regenrückhaltebecken werde das anfallende Wasser vor Einleitung in die Gewässer gereinigt, und auch eventuell auslaufende Kraftstoffe würden aufgefangen. Zudem werde kein auf der A 49 anfallendes Regenwasser innerhalb der Wasserschutzzone II in die Gewässer eingeleitet. Darüber hinaus sei ein umfangreiches, regelmäßiges Monitoring aller Grundwassermessstellen und Brunnen im Umfeld der A 49 vorgesehen. Außerdem werde in Abstimmung mit dem Wasserzweckverband und den Wasserbehörden ein Notfallplan erstellt, um nach etwaigen Unfällen ein schnelles Reagieren sicherzustellen.

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