1. Gießener Allgemeine
  2. Vogelsbergkreis
  3. Homberg

Bebauung verzögert sich weiter

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Kerstin Schneider

Kommentare

_2LOKVBKR25-B_072958_4c
Bei der Bebauung des Grundstücks in der Homberger Friedrichstraße bleiben Spielplatz und Bäume erhalten. © Red

Homberg (ks). Bereits vor über einem Jahr stellte ein Investor aus Linden Pläne für eine Bebauung des Geländes in der Friedrichstraße vor. Getan hat sich bislang noch nichts. Vor sechs Jahren hatten sich die Homberger in einem Bürgerentscheid dafür ausgesprochen, dass auf dem Gelände der ehemaligen Berufsschule seniorengerechte Wohnungen entstehen sollen.

In der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung legte Ralf Paul die Pläne einmal mehr vor. Entschieden wurde über einen Verkauf des Grundstücks und das Einleiten des Bebauungsplanverfahrens aber nicht. Weil es seitens des Demokratischen Bürgerforums Einwände gab, die Anträge seien zu spät vorgelegt worden, wurde die Beschlussfassung von der Tagesordnung genommen. Die Firma Azimo, die das Projekt umsetzen will, firmiert nun unter PaWo, diese sei extra für das Homberger Projekt gegründet worden, so Ralf Paul.

Im sogenannten Wohnquartier am Park sind drei Einzelhäuser mit jeweils drei Vollgeschossen und einem weiteren sogenannten Staffelgeschoss vorgesehen. Insgesamt wären es in drei Gebäuden 40 Wohnungen mit Größen zwischen 40 und 85 Quadratmetern, wobei es möglich ist, zwei Wohnungen zu einer größeren zusammenzulegen.

Spielplatz und Bäume bleiben

Beim Bau werde der Energiestandard KW 55 eingehalten. In einem der Gebäude, das von der Frankfurter Straße aus verkehrlich angebunden wird, sind im Erdgeschoss Räume für gewerbliche Nutzung wie beispielsweise für Arztpraxen, Pflegedienst, Friseur oder Bäckerei-Cafe vorgesehen. Alle Wohnungen werden barrierefrei sein. Alle notwendigen Parkflächen könne man im Außenbereich unterbringen. Der vorhandene Spielplatz soll erhalten werden. Das gilt auch für den vorhandenen Grünbewuchs auf dem Gelände , der noch ergänzt werden soll. Zwischen den Gebäuden soll ein »halb öffentlicher« Platz entstehen, kündigte Architekt Ulrich Pfeiff an.

Mit einem Pavillon soll er als Begegnungsstätte dienen. Es werde eine fußläufige Verbindung zwischen Friedrichstraße und Marburger Straße vorgesehen. Mathias Wolf vom Planungsbüro Fischer wies darauf hin, dass der Bebauungsplan künftig ein sogenanntes urbanes Gebiet in diesem Bereich vorsieht. »Die Planung ist sehr durchdacht«, meinte er, »es gab viele Treffen zur Abstimmung«.

Bürgermeisterin Claudia Blum bestand darauf, die Anträge zu diesem Punkt seien fristgerecht eingegangen, es könnten Beschlüsse herbeigeführt werden. Nach dem Absetzen von der Tagesordnung beantragte sie, dass die Punkte vor der nächsten Sitzung der Stadtverordneten im Ausschuss beraten werden. Das Parlament sah hierfür allerdings die Dringlichkeit nicht gegeben und lehnte ab.

Auch interessant

Kommentare