Bauplätze in Dörfern wenig gefragt

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Wieder einmal ging es um das Thema Bauplätze. Der Bauausschuss und der Hauptausschuss befassten sich mit einem älteren CDU-Antrag, wonach Bauplätze in den einzelnen Stadtteilen sowie Preise für Bauland ermittelt werden sollten. Ergebnisse sind inzwischen schon vorgestellt worden. Enttäuscht zeigte sich Bürgermeisterin Claudia Blum darüber, dass eine Marketingaktion für das Neubaugebiet Breithecker Feld in Nieder-Ofleiden, wo immer noch viele erschlossene Flächen auf Käufer warten, keinen Erfolg hatte. Die Stadt hatte hier Flyer drucken und verteilen lassen, um für das Gebiet zu werben. "Leider haben wir keinen einzigen Bauplatz verkauft."

Wieder einmal ging es um das Thema Bauplätze. Der Bauausschuss und der Hauptausschuss befassten sich mit einem älteren CDU-Antrag, wonach Bauplätze in den einzelnen Stadtteilen sowie Preise für Bauland ermittelt werden sollten. Ergebnisse sind inzwischen schon vorgestellt worden. Enttäuscht zeigte sich Bürgermeisterin Claudia Blum darüber, dass eine Marketingaktion für das Neubaugebiet Breithecker Feld in Nieder-Ofleiden, wo immer noch viele erschlossene Flächen auf Käufer warten, keinen Erfolg hatte. Die Stadt hatte hier Flyer drucken und verteilen lassen, um für das Gebiet zu werben. "Leider haben wir keinen einzigen Bauplatz verkauft."

Woran es liegt, daran scheiden sich die Geister. Während manche den Grund in der schlechten Zuwegung sehen, können sich andere das mangelnde Interesse nicht so recht erklären, hat man doch eine Kita im Dorf, eine Tankstelle, eine große Bäckerei mit Café und die Halle 17 – aber eben auch viel Durchgangsverkehr, darunter viele Lkw. Die Verwaltung prüft laut Bürgermeisterin jetzt, wie man mit den Verträgen mit der HLG umgehen wird, die einst zur Vermarktung des Geländes geschlossen wurden. Denn es geht für die Stadt auch um viel Geld.

Derzeit gibt es in Appenrod, Bleidenrod, Dannenrod und Maulbach keine Bauplätze mehr. Aber: "Uns rennen die Bauwilligen nicht die Bude ein", meinte Sabine Dörr (Bündnis 90/Grüne). Frau Seibert von der Bauverwaltung der Stadt bestätigte das für die Dörfer und machte deutlich, dass die Nachfrage nicht groß ist. Man habe mehrfach versucht, Bauwillige und Inhaber von privaten Grundstücken zusammenzubringen, aber es sei noch kein Kauf zustande gekommen. Etliche private Grundstücksbesitzer hätten auch kein Interesse, zu verkaufen ("Das ist doch mein Garten!"). Hier müsse man sensibel vorgehen, um die Leute nicht zu verschrecken.

Wenn Nachfrage nach Bauplätzen da ist, bezieht sie sich auf die Kernstadt und auf Ober-Ofleiden, wo es eine umfangreiche Infrastruktur gibt. Für einen Bauplatz in den Dörfern würden sich meist einzelne Einheimische begeistern oder Menschen, die nach Jahren wieder zurückkommen. Nun stellt sich die Frage, ob für Appenrod die Erschließung für acht Bauplätze anlaufen soll, die rund 395 000 Euro kosten würde. Im Finanzplan der Stadt ist Geld für eine Planung vorgesehen. Es soll zunächst abgefragt werden, wie die Nachfragen nach Bauplätzen überhaupt ist. Es gab zwei Anfragen, ob sie immer noch Interesse haben, ist nicht sicher.

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