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Lange lief der Verkauf von Bauplätzen im Breithecker Feld in Nieder-Ofleiden sehr schleppend, in diesem Jahr hat die Nachfrage deutlich angezogen.

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Bauplätze im Breithecker Feld kein Ladenhüter mehr

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Lange hatte kaum jemand Interesse. Aber seit diesem Jahr verkaufen sich die Bauplätze im Breithecker Feld in Nieder-Ofleiden gut.

Einige Zeit schien es so, als machten Bauwillige einen Bogen um Nieder-Ofleiden. Das hat sich in diesem Jahr geändert. Darüber berichtete Bürgermeisterin Claudia Blum in der Sitzung der Stadtverordnetenvesammlung am Mittwoch in der Stadthalle. Bis vergangenes Jahr lief der Verkauf von Grundstücken im Breithecker Feld trotz einer Werbeaktion sehr schleppend.

Dann jedoch nahm er in diesem Jahr plötzlich Fahrt auf. Es wurden schon fünf Plätze verkauft, schon bald wahrscheinlich ein weiterer. Zudem seien derzeit alle sofort bebaubaren Plätze reserviert. Es gibt schon eine Bewerberliste für den zweiten Bauabschnitt, fünf Interessenten stehen darauf. Deshalb empfiehlt der Magistrat, den vor etlichen Jahren geschlossenen Bodenbevorratungsvertrag mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) fortzuführen.

Würde er vorzeitig gekündigt, müsste die Stadt an die HLG eine Entschädigung zahlen, hierfür wurden schon Rücklagen in Höhe von rund 500 000 Euro gebildet. Zwar wird die Zusammenarbeit in jedem Fall ein Verlustgeschäft, dennoch könnten die Verluste verringert werden, wenn die Stadt den Quadratmeterpreis erhöht. Laut HLG müsste er bei 120 Euro pro Quadratmeter liegen, wenn man mit zu Null aus der Sache rausgehen will. Dieser Kaufpreis ist illusorisch, bisher werden in Nieder-Ofleiden 75 Euro verlangt. Über die genaue Höhe des Grundstückspreises wollen sich die Stadtverordneten noch im Ausschuss verständigen. Zum Vergleich: In Kirchhain und Amöneburg kosten die Plätze zwischen 91 und 100 Euro, in Mücke zwischen 43 und 87 Euro.

Die Stadtverordneten verwiesen den Antrag einstimmig in den Haupt- und Finanzausschuss. Bürgermeisterin Blum verwies auch darauf, dass die Bauplätze in der Kernstadt zur Neige gehen, nur drei seien noch übrig. Hier müsse man sich überlegen, wo es Möglichkeiten gibt: "Wir haben Handlungsbedarf."

In Kernstadt nur noch drei Plätze

Eingangs der Sitzung hatte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jens-Uwe Rieß den neuen Bedarfs- und Entwicklungsplan der Feuerwehren erläutert. Er wird nun dem Kreis vorgelegt und der Kreisbrandinspektor wird seine Stellungnahme dazu abgeben.

Bei fünf Gegenstimmen wurde erneut beschlossen, dass die Stadt für das Gebiet Am Roten Berg ein besonderes Vorkaufsrecht hat. Weil in der schon beschlossenen Satzung versehentlich ein Grundstück nicht mit aufgeführt worden war, musste der Beschluss noch einmal gefasst werden. 50 Zuhörer sind in den Sitzungen der Stadtverordneten keine Seltenheit mehr, darüber zeigten sich neben der Bürgermeisterin auch Stadtverordnetenvorsteher Kai Widauer sehr erfreut. Auch diesmal war es so, es waren viele Vertreter der Feuerwehren erschienen.

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