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Ein Vorgeschmack darauf, wie es ab 2020 bei Homberg aussehen wird: Auf der Trasse für die A 49 (hier bei Neuntal) wirken selbst die großen Baumaschinen eher klein.

A49

Autobahn wird ein Jahr später fertig

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Unübersehbar kommt der Bau der Autobahn A 49 voran. Der Abschluss verzögert sich aber um rund ein Jahr, voraussichtlich 2022 soll die Straßen fertig sein.

Die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt von dem Ausbauende bei Neuental bis nach Treysa werden seit einigen Tagen mit Vehemenz weitergeführt, dabei führt Hessen Mobil die Regie.

Die beiden weiteren Bauabschnitte nach Stadtallendorf und Gemünden werden im Anschluss von der Deges vorangetrieben. Die Gesamtbaukosten für den 11,8 Kilometer langen Abschnitt mit Tunnel Frankenhain sind mit rund 243 Millionen Euro veranschlagt, sagt Horst Sinemus von Hessen Mobil, dem Straßenbauamt des Landes. Die technische Ausstattung im Tunnel Frankenhain wird von der Deges betreut.

Ein Überblick: Der erste Bauabschnitt Neuental-Treysa ist 11,78 Kilometer lang und besteht aus drei Teilen. Bereits gebaut ist der knapp 900 Meter lange Tunnel Frankenhain bei Treysa. Der Tunnelrohbau und die Anschlussstelle Schwalmstadt wurden von April 2013 bis Mai 2016 geschaffen.

Der anschließende Nordabschnitt ist rund 4,2 Kilometer lang, wie Hessen Mobil weiter mitteilt. Er umfasst die Strecke zwischen der Anschlussstelle Neuental und Schlierbach. Der rund 2,3 Kilometer lange Abschnitt südlich des Tunnels umfasst die Trasse zwischen der Landesstraße L 3145 und der Katzenbachbrücke. Die Investitionen allein für diese beiden Abschnitte beziffert Sinemus auf rund 71 Millionen Euro.

Die Bauzeit verlängert sich aufgrund von erforderlichen Änderungen in der Bauablaufplanung auf Mitte 2022. Bisher war der Abschluss der Arbeiten 2021 geplant. Maßgebend dafür ist die Rüge eines Bieters im Zuge der EU-weiten Ausschreibung des Streckenbaus. Hessen Mobil hat deshalb die Ausschreibungsunterlagen anpasst, um ein unter Umständen sehr langwieriges Rechtsschutzverfahren und in der Folge eine erhebliche Verzögerung des gesamten Streckenbaus in den beiden Abschnitten auszuschließen. Im Bereich der Strecke sind mehrere Brücken und die B 454 neu gebaut worden. So wird die Landstraße bei Neuental über die Autobahn geführt. Eine Brücke über die L 3145 sowie die Talbrücke Todenbach mit 259 Metern Länge sind fertig. Die Bauarbeiten an der Talbrücke Katzenbach mit 252 Metern Spannweite sollen bis Sommer 2019 abgeschlossen sein. Mit dem Bau der 285 Meter langen Goldbachtalbrücke wurde ebenfalls begonnen. Der dritte Bauabschnitt betrifft dann den Vogelsbergkreis direkt. Die Autobahn kommt zwischen Lehrbach und Niederklein in das Kreisgebiet, durchquert den Dannenröder Wald und geht weiter zwischen Appenrod und Neu-Ulrichstein hindurch. Der Schwenk zur A 5 führt hinter dem Sportplatz von Maulbach entlang und zum geplanten Autobahndreieck bei Gemünden.

Rüge eines Bieters

Die Deges wird die Bauabschnitte Treysa-Stadtallendorf sowie Stadtallendorf-Ohmtal-Dreieck realisieren. Mit dem Baubeginn ist voraussichtlich in 2020 zu rechnen, wie Lutz Günther von der Deges mitteilt. Im Vorgriff auf die Bauarbeiten sind bereits Untersuchungen des Baugrunds gelaufen. Bei Maulbach wurde zeitweilig ein tiefes Loch ausgehoben, um die Beschaffenheit den Untergrunds zu prüfen (die Alsfelder Allgemeine berichtete).

Bereits seit Wochen ist die Landstraße von Dannenrod nach Schweinsberg gesperrt. Inmitten des Waldes ist die Straße aufgerissen. Jn einer Senke haben bislang Betonrohre dafür gesorgt, dass Wassermassen bei starkem Regen unter der Straße abfließen können. Dieser Wasserdurchlass wird nun stark vergrößert, ein gut vier Meter breiter und mannshoher Kanal ist im Entstehen. Ein Vorteil: Bei Starkregen wie im Vorjahr wird dann die Straße nicht weggespült.

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