Beförderungen, von links Sebastian Witt, Ute Friedrich, Domenico Tolomeo, Christoph Badinski, Andreas Fischer, Saskia Schneider, Wehrführer Stefan Seibert und SBI Peter Pfeil. (Fotos: kl)
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Beförderungen, von links Sebastian Witt, Ute Friedrich, Domenico Tolomeo, Christoph Badinski, Andreas Fischer, Saskia Schneider, Wehrführer Stefan Seibert und SBI Peter Pfeil. (Fotos: kl)

Appell an die Feuerwehraktiven

Homberg (kl). 2013 bedeutete für den Feuerwehrverein einen Einschnitt. Vor genau zwölf Monaten wurde ein komplett neuer Vorstand gewählt. Eine solche Situation ist nicht einfach.

Dies sagte in seinem ersten Bericht Vorsitzender Christian Born bei der Jahreshauptversammlung in der Stadthalle. 85 von 574 Mitgliedern, darunter 35 Mitglieder der Einsatzabteilung, waren anwesend. Die Einstimmung hatte wiederum das Blasorchester unter Leitung von Otmar Schad übernommen. Christian Born begrüßte auch eine Delegation aus Stadtroda. Im vergangenen Jahr sei er beruflich bedingt mehr Verwalter als Gestalter bei der Feuerwehr gewesen, so Born. Born freute sichr, dass mit Dr. Sven Holland ein Homberger zum Kreisbrandinspektor gewählt wurde.

Im Ausblick nannte er den Kauf von neuer Brandschutzkleidung für die Einsatzabteilung und die Anschaffung eines neuen Mannschaftsbusses. Ein Vereinseinflug soll wieder stattfinden. Christian Born plädierte auch für die Wiederwahl von Steffen Seibert als Wehrführer.

61 Mal wurde die Feuerwehr Homberg alarmiert, berichtete Wehrführer Stefan Seibert. Darunter waren 20 Brandeinsätze, 20 technische Hilfeleistungen und 21 Fehlalarme. Die Anzahl der Brandeinsätze und Fehlalarme habe sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt, technische Hilfeleistungen haben sich reduziert. Stefan Seibert ging auf zahlreiche Einsätze detailliert ein, darunter der Großbrand in Alsfeld. Hier seien auch die Helfer aus Homberg beim Dauereinsatz von fast 15 Stunden an die Grenze ihrer Einsatzfähigkeit gekommen. In Zukunft müsse dafür gesorgt werden, dass es Ablösungen gibt.

Bei Verkehrsunfällen bewähre sich, dass die Feuerwehr in digitaler Form auf einem Laptop mitgeführte Pkw-Rettungskarten besitzt. Dabei wird der Fahrzeugtyp markiert und in der Datenbank angewählt, so kann man schnell erkennen, wo das Fahrzeug aufgespreizt werden kann, um die Menschen zu retten. Nicht immer war man personell bei Einsätzen gut aufgestellt, sagte Stefan Seibert. Dieser Zustand muss verbessert werden. ZahlreicheLehrgänge wurden durch Mitglieder der Einsatzabteilung besucht. Zum Ende appellierte Stefan Seibert an die Mitglieder der Einsatzabteilung, sich mehr an Übungen zu beteiligen.

Es schlossen sich Berichte der Jugend- und Kinderfeuerwehr an, vorgetragen von Ute Friedrich und Sandra Wolf. Die Jugendfeuerwehr hat 20 Mitglieder, darunter neun Mädchen. Die Kinderfeuerwehr besteht aus 18 Mitgliedern, darunter drei Mädchen.

{newPage}Weiter kein Kassenwart

Auch für das Blasorchester war 2013 ein Jahr des Sondierens, sagte Vorsitzender Marc Rauth. Anschaffung von Beschallungsanlagen, Umstellung der Verwaltung und in erster Linie die Förderung der Nachwuchses standen im Mittelpunkt des Blasorchesters, das von Otmar Schad dirigiert wird. Das Blasorchester hat 125 Mitglieder. 22 Aktive sorgen für Musik. Man werde 2014 unter anderem auf dem Hessentag in Bensheim und bei der Landesgartenschau in Gießen auftreten. Das Brunnenfest findet am 19. und 20. Juli statt, für November ist ein Konzert in der Stadthalle vorgesehen.

Einstimmig – bei drei Enthaltungen – wurde Stefan Seibert wieder zum Wehrführer gewählt. Als Beisitzer in den Wehrführerausschuss wurde in geheimer Wahl Holger Wolf gewählt. Die Position des Kassenwartes konnte auch diesmal nicht besetzt werden, sie bleibt vakant. Kassenprüfer wurden Robert Menzdorf und Steffen Orth. Vor den Wahlen hatte Christian Born als kommissarischer Kassenverwalter den Bericht abgegeben, der Vorstand wurde entlastet.

Langjährige Vereinsmitglieder wurden nun geehrt: für 25 Jahre Mitgliedschaft Halil Bas, Alfred Beutel, Klaus Beutel, Torsten Blanarsch, Karl-Heinz Deeg, Martin Döring, Andreas Fey, Reinhold Fischer, Karl Glatthaar, Reiner Hasselbach, Thomas Heidt, Dieter Hein, Hans-Helmut Horak, Werner Kasseckert, Dieter Kirchert, Anita Kuhl, Brigitte Link, Annemarie Militzer, Johann Müller, Winfried Nau, Hartmut Schleich, Reiner Scholl, Klaus Seibert, Norbert Seibert, Thomas Seibert, Karl-Jürgen Stein, Werner Stumpf, Manfred Vaupel, Norbert Vogel, Ottilie Walther, Karin Wiegand und Torsten Zecher, für 40 Jahre Mitgliedschaft Klaus-Dieter Böcher, Karl-Heinz Christ, Peter Krause, Gerhard Metz, Willi Sauer, Helmut Thaut, Eugen Weil und Norbert Wilhelm, für 50-jährige Mitgliedschaft Walter Haupt, Karl-Heinz Pfeffer, Helmut Schmidt und Alois Schwartzer.

Für 25-jährige aktive Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung und Verdienste um das Brandschutzwesen erhielten Torsten Blanarsch und Thomas Heidt die silberne Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes.

Zu Feuerwehranwärtern wurden Saskia Schneider und Julian Schepp befördert. Weiter wurden Andreas Fischer, Domenico Tolomeo und Christoph Badinski zu Oberfeuerwehrmännern, Ute Friedrich zur Oberlöschmeisterin und Sebastian Witt zum Hauptlöschmeister befördert. Die Beförderungen nahmen Bürgermeister Béla Dören und SBI Peter Pfeil vor. "Ich bin jetzt auch Mitglied bei der Feuerwehr," sagte Bürgermeister Dören zu Beginn seines Grußwortes. Zum Einstand spendierte er dafür zwei mal 30 Liter Bier. Auch die Feuerwehr profitiere von Verbesserungen im städtischen Haushalt, so Dören weiter. 230 000 Euro sind in der mittelfristigen Finanzplanung für Investitionen eingeplant. Dören kündigte an, dass im Rahmen der Strukturreform wohl alle Standorte erhalten bleiben, "aber nicht jede Feuerwehr muss das gleiche Fahrzeug haben".

Stadtbrandinspektor Peter Pfeil lobte die Einsatzbereitschaft der Homberger Wehr. Allerdings müsse in Zukunft sicher gestellt werden, dass die Aktiven bei Einsätzen anwesen sind. Weitere Grußworte, darunter von der Feuerwehr aus der Partnergemeinde Stadtroda, schlossen sich an.

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