Alles ist vorbereitet: Die Erzieherinnen Marie Motzka und Vanessa Dietz warten am Homberger Krabbelhaus auf die Kinder. FOTO: KS
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Alles ist vorbereitet: Die Erzieherinnen Marie Motzka und Vanessa Dietz warten am Homberger Krabbelhaus auf die Kinder. FOTO: KS

Alle Kinder können in die Kita zurück

  • Kerstin Schneider
    vonKerstin Schneider
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Homberg(ks). Es sieht bisher gut aus. Wenn alles wie geplant klappt, werden ab der kommenden Woche alle der für die Betreuung angemeldeten Homberger Kinder einen Platz haben, wenn sie wieder zurück in die Kita gehen sollen und wollen. "Wir sind glücklich, dass das klappen kann", sagte Bürgermeisterin Claudia Blum auf Anfrage der Alsfelder Allgemeinen Zeitung, nachdem sie mit Mitarbeitern der Verwaltung in dieser Woche "länger hin- und hergerechnet" hat. Laut aktueller Corona-Verordnung des Landes gehen die Kinderbetreuungseinrichtungen ab kommender Woche von der Notbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb über.

In Büßfeld zwei Gruppen

Weil die Vorgaben immer recht kurzfristig kommen, hat die Stadt Fragebögen über die sozialen Medien und per E-Mail an die Eltern von Kindergartenkindern verschickt, wie der aktuelle Betreuungsbedarf ist. Von den angeschriebenen Eltern schickten fast drei Viertel den Fragebogen zurück. Erstaunlich: Elf Eltern gaben an, bis zu den Sommerferien gar keinen Bedarf mehr an einem Platz zu haben, weil sie die Betreuung anderweitig organisieren. Der Plan sei von Anfang an gewesen, wieder möglichst viele Kinder zu betreuen, so Blum, auch wenn eine Gruppe derzeit nur 13 bis allerhöchstens 15 Kinder haben darf. Nun wird es mehr Gruppen geben. Das ist aufgrund des guten Platzangebotes in der Kita Hochstraße möglich und weil in Büßfeld statt einer zwei Gruppen gebildet werden. Im Krabbelhaus in der Friedrichstraße werden wohl ebenfalls zwei Gruppen gebildet, eventuell können Plätze in Absprache mit den Eltern geteilt werden, sodass jedes Kind zumindest an einigen Tagen der Woche betreut werden kann.

Zunächst mussten alle Kinder bedacht werden, die einen Anspruch auf Betreuung haben, und auch die Schulanfänger. Insgesamt 179 Plätze werden laut Blum benötigt, wenn alle unter und über drei Jahren wiederkommen. 173 Plätze hatte man am Ende der Rechnung beisammen, es fehlte also nicht viel.

Sie geht derzeit davon aus, dass alle, die möchten, versorgt werden können. Viele Eltern hätten zudem signalisiert, dass sie nur einen Betreuungsbedarf von bis zu sechs Stunden haben.

Für die Betreuung wird auch das Torhaus am Schloss genutzt und man könne in Abstimmung mit dem Vogelsbergkreis zudem bei Bedarf Räume im Familienzentrum belegen, falls dies nötig wird. Da Urlaube abgebaut sind und keiner krank ist, sei man auch beim Personal gut aufgestellt. Die Planung sei so natürlich nur umsetzbar, solange es keine gravierenden Ausfälle wegen Krankheiten gibt. Die Eltern, die noch nicht geantwortet haben, sollen in den kommenden Tagen noch einmal per Post angeschrieben werden. "Es musste halt alles schnell gehen", so Blum. Man gehe aber derzeit auch in diesen Fällen von einem Betreuungsbedarf für die Kinder aus.

Zunächst habe man sich Gedanken gemacht, ob sich die Planung überhaupt bis Montag umsetzen lässt, aber das sehe jetzt gut aus. In Telefonkonferenzen hat sie sich mit den Elternbeiräten abgestimmt. Blum: "Wir haben versucht, den Kontakt mit den Eltern zu halten." Die dürfen übrigens die Kitas weiterhin nicht betreten, sie geben die Kinder an der Tür ab. Dabei müssen die Eltern auch den Mund-Nase-Schutz tragen.

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