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A 49-Gegner weisen Vorwurf zurück

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Von: Redaktion

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Homberg (pm). Die Bürgerinitiative Anwohner/innen gegen die A 49 weist in einem Schreiben die Verantwortung für einen Überfall auf einen Sicherheitsmitarbeiter im Maulbacher Wald zurück. Am vorigen Wochenende sollen sechs vermummte Personen den Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma beleidigt und mit einem Holzknüppel angegriffen haben. Diese Mitteilung der Polizei verbreitete sich schnell in Zeitungen, Radio und auf digitalen Plattformen.

Die A 49-Gegner verweisen darauf, dass sie »sehr oft im Wald sind«. Dort sei es normal, dass immer zwei Personen einer Sicherheitsfirma einen Auftrag ausführen. Sie hätten noch nie eine einzelne Person bei der Ausübung einer Tätigkeit gesehen. Am Samstag um die fragliche Zeit war in Dannenrod eine Podiumsdiskussion, bei der alle aktuell dort lebenden jungen Autobahngegner anwesend waren.

Zudem passe die im Polizeibericht geschilderte Vorgehensweise weder zu den Aktivisten, die immer einen gewaltfreien Widerstand praktiziert haben, noch zu den Mitgliedern im Aktionsbündnis »Keine A49«. »Wir lehnen jede Form von Gewalt ab und bemühen uns, mit Argumenten und legalen Aktionen zu überzeugen. Wir schließen aus, dass es jemand aus unserer Gruppe war.«

In der Mitteilung wird die Frage aufgeworfen, ob der ganze Vorfall ein Fake ist. So könne die Attacke erfunden worden sein, um den Widerstand zu diskreditieren. Die Frage stehe im Raum, weshalb es militante Gegner gewesen sein sollen.

Es gebe noch mehr Menschen, die »nicht gerade friedlich« sind. So wurde ein Bäumchen zerstört, das als Zeichen der Hoffnung auf der Autobahntrasse bei Maulbach gepflanzt worden war. »Auch sie könnten, um unseren Widerstand zu kriminalisieren, die Aktion am 9. Oktober durchgeführt haben«, heißt es in der Mitteilung. Die BI kritisiert, »dass Polizei, einige Medien und Befürworter der A 49 bei jeder Gelegenheit ein Bild von gewaltbereiten Chaoten, Linksanarchisten und uneinsichtigen Menschen zeichnen«. Diese würden den Rechtsstaat nicht anerkennen, die Vorteile der Autobahn negieren und gewaltbereit sein. Ziel sei es, den Großteil der Bevölkerung auf seine Seite zu ziehen. In der Mitteilung heißt es weiter, man sei gespannt, welche Ergebnisse die Ermittlungen der Polizei zeigen. Hoffentlich werde in alle Richtungen ermittelt, auch in die von der BI genannten.

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