Krippenweg

1300 Besucher in Maulbach dabei

  • schließen

In den Dörfern gibt es immer mehr Lebendige Adventskalender. In Maulbach gibt es dazu eine besondere Spielart mit Krippen. Jetzt fand der Abschluss bei Familie Simmer statt.

Vom 1. bis zum 23. Dezember zog der Maulbacher Krippenweg insgesamt 1300 Besuche an. "Es war schön, diese Adventszeit in Gemeinschaft zu erleben," sagte Jutta Grün, eine der Organisatorinnen, anlässlich der letzten Station, die sogar tatsächlich in einen Stall führte.

Nachdem der Hauskreis vor Jahren in Maulbach die Idee eines Adventskalenders von Haus zu Haus mit beleuchteten und geschmückten Fenstern ins Leben gerufen hatte, ergriffen dieses Jahr vor allem fünf Frauen die Initiative, um die Idee in neuer Gestalt weiterzuführen. Birgit Böcher, Doris Fiedler, Jutta Grün, Lotti Kehl und Heike Kirchner hatten die Idee, die Adventskalendertage jeweils an einer Krippe zu begehen. Sie starteten einen Aufruf im Nachrichtenblatt. Schnell waren 23 Gastgeber in Maulbach gefunden, die bei ihrem Haus für jeden der Abende liebevoll eine Krippe gestalteten. "Jede Krippe war besonders und hat ihre eigene Geschichte. Es ist doch erstaunlich, wieviel verborgene Schätze es in Maulbach gibt," fasste Jutta Grün das Gesehene zusammen.

So versammelten sich an jedem Abend um 19 Uhr eine wechselnde Schar von etwa 50 Menschen zu einem kurzen Moment der geistlichen Besinnung von 20 Minuten, um in einem schlichten und stets gleichen Format die Vorfreude auf Weihnachten zu spüren. Ein festes Ritual, das die Gastgeber einband und zugleich nicht mit Vorbereitungen überforderte.

Kühe und Rinder als Kulisse

Demselben Ritual folgte auch der letzte Krippenabend, dem 23. Dezember, zu dem Familie Simmer einlud. Die dortige Krippe stand unter einem leuchtenden Stern direkt im Viehstall – und verbreitete so die ganz besondere Atmosphäre des Weihnachtsfestes. Kühe und Rinder bildeten die Kulisse, vor der die Kinder echtes Heu herbei trugen, um das Kind in der Krippe zu wärmen.

Die Gitarrengruppe mit Corina Schlosser, Lothar Jansky, dieser auch an der Mundharmonika, und Wiebke Buff übernahmen, wie an den vorherigen Abenden die musikalische Begleitung der Lieder. An zwei anderen Abenden hatte der Evangelische Posaunenchor und Niklas Schlosser an der Orgel den Gesang begleitet. Das Blatt mit elf Liedern hatte Ruhestandspfarrer Ulrich Heyn zusammengestellt. Er gab den Krippengästen an diesem Abend dem Einsatz zum Kanon "Josef und Maria zogen fort", einem Text, den Jutta Grün auf die Melodie von Bruder Jakob eigens für den Krippenweg gedichtet hatte. Das zweite Lied durften sich üblicherweise die Gastgeber wünschen. Sodann folgte stets eine Geschichte, die die Gastgeber vortrugen – an diesem Abend die Geschichte "Licht sein", welche Cathrin Simmer vorlas.

Schließlich trug Wiebke Buff noch ein weihnachtliches Gedicht vor, bevor Jutta Lehmann das Wort ergriff und allen dankte, die den Krippenweg vorbereitet hätten.

Als ergreifendes Zeichen des Zusammenhalts des Dorfes endete auch der letzte Krippenabend wie immer mit dem Lied "Reicht euch die Hand", wozu sich die Besucher versöhnlich an die Hände fassten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare