Die Kreuzung am Ortseingang von Nieder-Gemünden ist nach dem Regen am Mittwoch großflächig überschwemmt.
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Die Kreuzung am Ortseingang von Nieder-Gemünden ist nach dem Regen am Mittwoch großflächig überschwemmt.

Hochwasser und Erdrutsch

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Starke Regenfälle sorgen für überflutete Straßen und vollgelaufene Keller in mehreren Kommunen. Allein bis Mittwochmittag sind im Vogelsbergkreis 48 Feuerwehreinsätze angefallen, zu denen etwa 180 Einsatzkräfte ausgerückt sind. Zeitweise war die Bundesstraße 49 in Romrod gesperrt.

Eine Fahrzeugschlange, die sich im Schritttempo durch knöcheltiefes Wasser auf der Bundesstraße bewegt, Feuerwehrleute, die von der Weiterfahrt auf der Straße in Nieder-Gemünden abraten - heftige Regenfälle haben am Mittwoch die Bewegungsfreiheit in manchen Orten im Vogelsberg deutlich eingeschränkt. Die Vogelsbergbahn war zeitweise wegen Erdrutschen bei Gemünden gesperrt. Zur Schadensbilanz kommen überflutete Keller, die mit der eigenen Wasserpumpe oder dem Gerät der Feuerwehren wieder freigelegt wurden. 48 Feuerwehreinsätze fielen am Mittwochnachmittag an.

Erdrutsche auf der Vogelsbergbahn

Von Dienstagfrüh bis Donnerstag gegen Mittag hat der Deutsche Wetterdienst für weite Teile des Vogelsbergkreises eine amtliche Warnung vor Dauerregen herausgegeben, wie die Pressestelle des Vogelsbergkreises mitteilte. Dabei wurden Niederschlagsmengen von 50 bis 60 Litern pro Quadratmeter erwartet.

Die starken Regenfälle riefen in weiten Teilen des Vogelsbergkreises die freiwilligen Feuerwehren auf den Plan. Der erste Einsatz wurde am Mittwoch um 8.37 Uhr in Freiensteinau gemeldet. Zu weiteren Einsatzstellen wurden außerdem die Wehren von Romrod, Schwalmtal, Gemünden, Schlitz und Alsfeld alarmiert. Die Einsatzkräfte hatten überwiegend mit vollgelaufenen Kellern und überfluteten Flächen wie zum Beispiel dem Wohnmobilstellplatz in Alsfeld zu tun.

Besonders betroffen waren am Mittwochvormittag Nieder-Gemünden und Romrod. Zwischen den beiden Teilen Nieder-Gemündens stand das Wasser zeitweise kniehoch auf der Straße. Besonders betroffen war der Kreuzungsbereich mit der Straße nach Rülfenrod. Die Feuerwehr sicherte die überfluteten Stellen, viele Autofahrer wagten allerdings die Durchfahrt.

Zwei witterungsbedingte Erdrutsche legten die Vogelsbergbahn zwischen den Bahnhöfen Ehringshausen und Nieder-Gemünden lahm. Gegen 9 Uhr waren sie bemerkt worden, gegen 13.15 Uhr hatten die Züge der HLB wieder freie Fahrt, wie die Pressestelle der Bahn in Frankfurt mitteilte. Zwischen den Bahnhöfen Ehringshausen und Burg-/Nieder-Gemünden fuhren Pendelbusse.

In Romrod waren mehrere Straßen überflutet. Am Ortseingang aus Richtung Schellnhausen hatte sich Wasser in einem Graben gestaut, ein Durchlass war verstopft. In der Ortsmitte im Bereich des Abzweigs in Richtung Nieder-Breidenbach stand das Wasser über einen längeren Zeitraum auf der Fahrbahn. Die Ortsdurchfahrt Romrod musste zeitweise aufgrund von Überschwemmungen gesperrt werden. Später konnte der rege Verkehrsstrom auf der Bundesstraße 49 im Schritttempo den Bereich mit knöcheltiefem Wasser passieren. Dabei ließen die Feuerwehrleute die Fahrzeugschlangen aus beiden Richtungen abwechselnd durch. Die Straße nach Nieder-Breidenbach war eine Weile komplett gesperrt.

In der Romröder Ortslage entlang des Ocherbachs standen mehrere Straßen unter Wasser. Die Feuerwehrleute waren pausenlos im Einsatz, Keller auszupumpen und den Verkehr zu sichern.

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