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Kehraus: Eier essen und Fastnacht verbrennen

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Von: Dieter Graulich

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Traditionell das Sammeln von Eiern, Wurst und Speck: In kleinen Gruppen geht es von Haus zu Haus. © Dieter Graulich

Herbstein (au). Wer denkt, dass der Fasching in Herbstein mit dem traditionellen Rosenmontagszug vorbei ist, der irrt: An Faschingsdienstag geht es morgens mit dem Sammeln von Eiern, Wurst und Speck los. In kleinen Gruppen geht es von Haus zu Haus. Mit dem traditionelle Spruch: »Helau, Helau und auch Hurra. Die Fastnachtsspringer die sind da! Nachdem der Sprungtanz ist vollbracht, sammeln wir zur Fasenacht Eier, Speck und dies und das, Wir bitten schön, gebt uns etwas.

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Die Gaben werden auf einen Boller- oder Einkaufswagen gepackt und am späten Nachmittag zum »Haus des Gastes« gebracht. Waren es in 2017 1250 Eier gewesen, so kamen passend zum 66. Vereinsjubiläum, 1366 Eier bei dem Umzug durch die Stadt zusammen. Waren schon die Zuschauerzahlen beim Rosenmontagsumzug auf eine Rekordsumme von mehreren tausend Zuschauer gestiegen, so gab es beim Eiersammeln in diesem Jahr mit 2140 Eiern ein nie dagewesenes Ergebnis. Auch die Teilnehmer beim Eieressen erreichten mit knapp 400 Personen einen Rekord.

Stärkung vor Fastenzeit

Nach dem Sammeln hieß es Speck schneiden und anbraten, Eier aufschlagen und backen, denn um 18.11 Uhr trafen die Mitglieder der Fastnachtsvereinigung ein, um sich noch einmal vor der Fastenzeit kräftig zu stärken. Serviert wurden die frisch gebratenen Eier von den Mitgliedern des Elferrates. Die übrig gebliebenen Eier erhalten die Tafel in Lauterbach sowie die Lebenshilfe Herbstein.

Während ein Teil noch am Essen war, schwangen die ersten bei der Musik der Kirmesmusikanten das Tanzbein. Orden gab es an die einzelnen Wagenbau- und verschiedene Fußgruppen sowie an sehr aktive Mitglieder, die zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen hatten. Gegen 20 Uhr kam es zu den Höhepunkten: Der Auftritt der Kinzigtalgeister in ihren prachtvollen Kostümen, die jedes Jahr wechseln. Danach sprang ein letztes Mal Bajazz Marius I., närrischer Trommler vom Gasthaus zum Stern mit seinem Springerzug ein und drehte ein paar Runden. Danach hatten alle ehemaligen Bajazze die Gelegenheit, einige Runden zu springen.

Um Mitternacht ging es traditionell »Auf den Hain« zum Verbrennen der Fastnacht. Bajazz »T. der I., närrischer Maler vom Eulenturm« hielt seine letzte Rede mit einem kurzen Rückblick auf die abgelaufene Kampagne. Zum Abschluss wurden einige Ballen Stroh verbrannt, die das »Verbrennen der Fastnacht« symbolisierten.

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