Heimatverein informiert sich über Weltraum

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Der Heimat- und Kulturverein Romrod begab sich am Samstag auf eine Studienfahrt durch Raum und Zeit. Sie führte die 30 Teilnehmer nach Darmstadt in das Hessische Landesmuseum (HLMD) und auf die Darmstädter Mathildenhöhe. Der Schwerpunkt des Besuchs im Landesmuseum lag auf der noch bis zum 8. Oktober stattfindenden Sonderausstellung "Rosetta – Europas Kometenjäger". Sie präsentiert das einzigartige Abenteuer der Raumfahrtmission Rosetta und seines Kometenlanders Philae.

Der Heimat- und Kulturverein Romrod begab sich am Samstag auf eine Studienfahrt durch Raum und Zeit. Sie führte die 30 Teilnehmer nach Darmstadt in das Hessische Landesmuseum (HLMD) und auf die Darmstädter Mathildenhöhe. Der Schwerpunkt des Besuchs im Landesmuseum lag auf der noch bis zum 8. Oktober stattfindenden Sonderausstellung "Rosetta – Europas Kometenjäger". Sie präsentiert das einzigartige Abenteuer der Raumfahrtmission Rosetta und seines Kometenlanders Philae.

Auf 480 Quadratmetern zeigt die Ausstellung Modelle der beiden Sonden, des Kometen sowie der Trägerrakete Ariane 5G+. Beeindruckend war vor allem eine multimediale Deckenprojektion, welche die Reise der Sonden eindrucksvoll im Film darstellt. Im März 2004 beförderte eine Ariane-Rakete die Sonde "Rosetta" ins All, um die Entstehungsgeschichte des Sonnensystems zu erforschen.

Nach sieben Jahren Flug wurde sie dann in einen 957 Tage dauernden "Schlaf" versetzt, um Energie zu sparen. Nach dem "Aufwachen" erreichte die Sonde im August 2014 ihr Ziel, den Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko". Im November 2014 landete dann die Sonde "Philae" auf dem Kometen und führte über 56 Stunden Messungen auf dessen zerklüfteter Oberfläche durch.

Danach dauerte es sieben Monate, bis wieder genügend Sonnenlicht zur Ladung der Batterien zur Verfügung stand, um weiter zu senden. Im Juli 2015 sendete Philae sein letztes Signal. Im September 2016 stürzte Rosetta nach einer Gesamtflugstrecke von sieben Milliarden Kilometern kontrolliert auf den Kometen ab. Am Nachmittag wurde die Gruppe professionell über die Mathildenhöhe geführt. Die Geschichte der Künstlerkolonie und die Jugendstilarchitektur standen im Mittelpunkt. Am Ende war es trotz des fehlenden Sonnenscheins für alle ein gelungener Tag.

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