Silvia Horst und Angelika Scharrenbach stellen das neue biblische Motiv in der Kirche zusammen. FOTO: SF
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Silvia Horst und Angelika Scharrenbach stellen das neue biblische Motiv in der Kirche zusammen. FOTO: SF

Heilige Drei Könige als Motiv

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Ruppertenrod(sf). Vieles ist in den vergangenen Monaten den Beschränkungen wegen der Coronapandemie zum Opfer gefallen. Da ist es ein schönes Stück Normalität, wenn jetzt im Herbst ein neuer Früchteteppich in der Kirche ausgestellt wird. Ab Sonntag, dem 27. September, kann der aktuelle Früchteteppich in der Kirche angeschaut werden.

Es ist bereits der 22. Früchteteppich und er ist diesmal besonders farbenfroh und leuchtend. Als Motiv sind die Heiligen Drei Könige zu sehen. Die ausführenden Künstlerinnen sind Silvia Schleuning, Elsbeth Schmidt, Silvia Horst und Angelika Scharrenbach.

In diesem Jahr hat das fertige Bild ein Maß von zwei auf zwei Meter. Es werden viele Blütenblätter verwandt, welche noch unterschiedlich verarbeitet wurden.

Christiane Hümmer sammelt Materialien

Christiane Hümmer aus Londorf ist wohl das ganze Jahr durch die Gärten und die Natur gestreift, um das Material für die Bildgestaltung zu liefern. Sie hat den Körnerteppich-Frauen ganz viel sortiertes und getrocknetes Blütenmaterial zur Verfügung gestellt. Verwandt wurden beispielsweise Geranien, Pfingstrosen oder auch Bougainville oder schwarzer Tee. Die Gesichter der drei Figuren wurden aus Kleie hergestellt, die Bärte aus Phaselia und das grüne Gewand aus Pfefferminze, Petersilie und Majoran. Beim Hut fand Scabiosa Verwendung, nur um einige der vielen Blumen zu nennen. Der aktuelle Früchteteppich sendet nicht nur die optische Faszination aus, sondern auch der Geruchssinn wird inspiriert. Die Vielfalt an Blumen und Gewürzen verströmen einen besonderen Geruch in der Kirche. Während der Öffnungszeiten gilt die Kirche zu Ruppertenrod schon als Pilgerstätte. Von Marburg, Kassel und auch aus dem Rhein-Main-Gebiet reisen in jedem Jahr Menschen an, um dieses Kunstwerk anzusehen. Es ist außergewöhnlich, wie man mit den Produkten aus der Natur solch eine Farbenpracht herstellen kann.

Aktuell sind die Körnerteppich-Frauen noch am Werkeln, und auf dem nebenstehenden Bild sind Silvia Horst und Angelika Scharrenbach bei der Arbeit zu sehen. In der Kirche gelten die gesetzlichen Hygienemaßnahmen. Es sollen die Hände desinfiziert werden, die Abstandsregelungen sind einzuhalten und ein Mund-Nase-Schutz zu tragen.

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