Bei Hartmann Spezialkarosserien geht es weiter mit neuen Aufträgen sowie der Optimierung von Fertigungsprozessen. FOTO: PM
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Bei Hartmann Spezialkarosserien geht es weiter mit neuen Aufträgen sowie der Optimierung von Fertigungsprozessen. FOTO: PM

Hartmann startet durch

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Alsfeld(pm), Die Firma Hartmann Spezialkarosserien kann wieder voll durchstarten: Ende November hat das Amtsgericht Gießen das Schutzschirmverfahren des Traditionsunternehmens aufgehoben. In den vergangenen Monaten ist es dem Karosseriebauer gelungen, den Sanierungsplan umzusetzen und sich für die Zukunft neu aufzustellen - mit der Akquise neuer Aufträge im In- und Ausland sowie der Optimierung von Fertigungsprozessen. Ferner ist es geglückt, das Gros der Arbeitsplätze zu erhalten und den Stellenabbau möglichst sozial zu gestalten. So sind unter anderem 16 Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft gewechselt, die sie unter Lohnfortzahlung bei der beruflichen Neuorientierung unterstützt.

90 Arbeitsstellen bleiben erhalten

"Der Betriebsrat ist froh über die positive Nachricht, gab es doch eine schwere Zeit mit vielen Belastungen, Verhandlungen, bangen Tagen und schwierigen Entscheidungen, die aber letztlich zugunsten des Werdegangs des Unternehmens und der verbleibenden 90 Mitarbeiter gefällt worden sind", erklärt Guido Becker, Vorsitzender des Betriebsrates. "Voller Zuversicht blicken das Team vom Betriebsrat und die Belegschaft in die Zukunft und stellen sich zukünftigen Herausforderungen."

"Sowohl bei unseren Mitarbeitern als auch bei unseren Kunden und Lieferanten möchten wir uns für das Vertrauen und die Unterstützung in den vergangenen Monaten bedanken", zeigte sich Henrik Schepler, Geschäftsführer von Hartmann Spezialkarosserien, zufrieden. "Das war für den Neustart wichtig."

Der Spezialkarosserie-Hersteller hatte Mitte Mai 2020 wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie einen Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung gestellt. Begleitet wurde das Verfahren von der gerichtlich bestellten Sachwalterin Dr. Dragica Banovic von der Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm sowie von Rechtsanwalt Bernd H. Klose und Helge Hoffmann, Bachert Unternehmensberatung. Bereits im September hatten zuerst der vorläufige Gläubigerausschuss, dann das Amtsgericht Gießen und die Gläubigerversammlung dem Insolvenzplan zugestimmt und damit die Weichen für die Zukunft und die Fortführung des Spezialkarosserie-Herstellers gestellt. Somit ist es dem Unternehmen gelungen, das Schutzschirmverfahren in nur sechs Monaten zu durchlaufen und zu beenden.

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