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Handwerk braucht Digitalisierung

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Von: Redaktion

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»Den Ausbau der digitalen Infrastruktur muss Deutschland jetzt ganz oben auf die Agenda setzen – vor allem in ländlichen Regionen, wo auch viele mittelständische Unternehmen ihren Sitz haben.« Das forderte unter anderem der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Professor Dieter Kempf, beim Wirtschaftstag 2017 der Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Frankfurter Jahrhunderthalle. Notwendig sei ferner, sich für die Cyber-Sicherheit künftig im vergleichbaren Umfang mit Investitionen zu engagieren wie für den Datenschutz, sagte der BDI-Präsident. Auch die VR Bank HessenLand war mit mehr als 50 Vertretern aus der heimischen Wirtschaft und Politik in der voll besetzten Jahrhunderthalle vertreten. Ähnlich äußerte sich Linus Neumann, Sprecher des Chaos-Computer-Clubs. »In den Bereichen digitale Infrastruktur und digitale Bildungspolitik hat Deutschland seit mindestens zehn Jahren einen eklatanten Investitionsstau«, betonte Neumann. Ein Beispiel dafür, wie man traditionelles Handwerk mit den Möglichkeiten der Digitalisierung kombinieren kann, lieferte Sabine Linz, Geschäftsführerin der Amoonic GmbH. Ihr Unternehmen liefert Schmuckstücke ganz individuell nach Kundenwunsch. Der digitale Wandel kann aus ihrer Sicht dafür genutzt werden, traditionelle Jobs zu erhalten.

»Den Ausbau der digitalen Infrastruktur muss Deutschland jetzt ganz oben auf die Agenda setzen – vor allem in ländlichen Regionen, wo auch viele mittelständische Unternehmen ihren Sitz haben.« Das forderte unter anderem der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Professor Dieter Kempf, beim Wirtschaftstag 2017 der Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Frankfurter Jahrhunderthalle. Notwendig sei ferner, sich für die Cyber-Sicherheit künftig im vergleichbaren Umfang mit Investitionen zu engagieren wie für den Datenschutz, sagte der BDI-Präsident. Auch die VR Bank HessenLand war mit mehr als 50 Vertretern aus der heimischen Wirtschaft und Politik in der voll besetzten Jahrhunderthalle vertreten. Ähnlich äußerte sich Linus Neumann, Sprecher des Chaos-Computer-Clubs. »In den Bereichen digitale Infrastruktur und digitale Bildungspolitik hat Deutschland seit mindestens zehn Jahren einen eklatanten Investitionsstau«, betonte Neumann. Ein Beispiel dafür, wie man traditionelles Handwerk mit den Möglichkeiten der Digitalisierung kombinieren kann, lieferte Sabine Linz, Geschäftsführerin der Amoonic GmbH. Ihr Unternehmen liefert Schmuckstücke ganz individuell nach Kundenwunsch. Der digitale Wandel kann aus ihrer Sicht dafür genutzt werden, traditionelle Jobs zu erhalten.

Als einen entscheidenden Erfolgsfaktor Deutschlands bezeichnete der frühere Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Klaus von Dohnanyi, »das Prinzip der sozial gesteuerten Eigenverantwortung«. Wer alles regeln wolle, zerstöre das, was Deutschland ausmache, sagte der SPD-Politiker. Von Dohnanyi appellierte an die Politik – auch an die Verhandlungsführer für eine Jamaika-Koalition –, auf allen Ebenen die Eigenverantwortung zu stärken.

Den mittelständischen Unternehmen gab der Politiker die Empfehlung mit auf den Weg, den grundlegenden Veränderungen in der Großindustrie mit einem hohen Maß an Flexibilität zu begegnen. Es sei unsinnig, gegen die Digitalisierung zu polemisieren. »Wir brauchen eine neue Marktwirtschaft für die Digitalisierung«, sagte von Dohnanyi.

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