Gutes Leben für viele Menschen

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Alsfeld(pm). Den hessenweiten Nachhaltigkeitstag am 10. September nahm der Weltladen Alsfeld zum Anlass, die nachhaltigsten seiner fairen Waren in den Fokus zu rücken und damit in die Faire Woche zu starten, die bis zum 25 September geht. Unter dem Motto "Fair statt mehr" beschäftigt sie sich mit der Frage, wie ein gutes Leben für möglichst viele Menschen erreicht werden kann, wie Produktions- und Konsummuster aussehen müssen, damit sie nicht zu Lasten von Mensch und Natur gehen, und natürlich, welchen Beitrag sowohl der Faire Handel als auch die einzelnen Konsumenten leisten können.

Ein Thema, das zum Markenkern des Alsfelder Weltladens gehört: "Fair und nachhaltig sind zwei Seiten derselben Medaille", findet Hildegard Maaß, Vorsitzende des Weltladen-Vereins, der sich nicht nur dem fairen Handel, sondern auch der Bildung darüber verschrieben hat. Mit dem zum Tag der Nachhaltigkeit und zur Fairen Woche eigens eingerichteten Ausstellungstisch im Laden am Marktplatz zeigt das Weltladen-Team viele gute Möglichkeiten, wie man fair, nachhaltig und obendrein auch noch schön einkaufen kann: Fair gehandelte, handgeschöpfte Seife aus Thailand liegt bereit, dazu Seifensäckchen, die aus den wohlriechenden Stücken ein nachhaltiges Duschvergnügen machen. Daneben findet man nachhaltige Verpackung für Frühstücksbrote und andere Dinge, die man frisch halten will. Auch seinen Kaffee kann man jetzt in wiederverwendbaren Filtern brühen. Außerdem bietet der Weltladen einen Ersatz für Frischhaltefolie und Einkaufstüten an und macht somit deutlich, dass nachhaltiges und faires Kaufen auch klimafreundlich ist, weil der Einsatz von Plastik und somit auch der Anfall von Plastikmüll vermieden werden kann. Aus Reissäcken hergestellte Schuh- und Wäschebeutel gehören ebenso zum fairen und nachhaltigen Sortiment wie die gute alte, modern aufbereitete Jute-Tasche mit einem großen Nachhaltigkeitsaufdruck.

Ein Highlight in der Ausstellung stellen die "storygoods" dar. Sie sind gelungene Beispiele für stylishe, moderne und einfallsreiche Wiederverwendung von scheinbar nutzlosen Dingen: Alte Fahrradspeichen werden zu großen Büroklammern, Moskitonetze zu Handtaschen und alte Computerteile zu Schmuck. "Jedes Produkt erzähl hier eine Geschichte", berichtet Sabine Kehm, im Weltladen für den Einkauf zuständig. "Und jede einzelne davon ist ein Beispiel für kreatives Upcycling genauso wie für gute Jobs in den Partnerländern."

Das Social Business "storygoods" wurde im Rahmen eines Stipendiums an der Social Entrepreneurship Akademie entwickelt, einem Zusammenschluss der vier Münchner Hochschulen. Professor Markus Beckmann, Lehrender an der Leuphana Universität, sagt zu "storygoods": "Sie zeigen in einzigartiger Weise, wie Wirtschaft für den Menschen funktionieren kann." Damit formuliert er ein weiteres Anliegen der Weltläden und trifft auch den Nerv in Alsfeld.

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