Ein guter Wind-Standort

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Mücke (pm). Wie vorgesehen wurde kurz vor Jahresende der Windpark Mücke mit zwei Windenergieanlagen vom Typ Enercon E 115 mit je drei Megawatt (MW) elektrischer Leistung in Betrieb genommen. Betreiber ist die OVAG Energie AG. »Die jetzt erreichte Größe des Windportfolios von 96 MW ist Ergebnis einer konsequenten Ausrichtung unseres Unternehmens auf den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten«, sagt Rainer Schwarz vom Vorstand.

Mücke (pm). Wie vorgesehen wurde kurz vor Jahresende der Windpark Mücke mit zwei Windenergieanlagen vom Typ Enercon E 115 mit je drei Megawatt (MW) elektrischer Leistung in Betrieb genommen. Betreiber ist die OVAG Energie AG. »Die jetzt erreichte Größe des Windportfolios von 96 MW ist Ergebnis einer konsequenten Ausrichtung unseres Unternehmens auf den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten«, sagt Rainer Schwarz vom Vorstand.

Die neuen Anlagen mit einer Nabenhöhe von 149 Metern und einem Rotordurchmesser von 115 Metern reichen mit ihrer Gesamthöhe von rund 206 Metern deutlich über die am Standort bereits vorhandenen Anlagen hinaus. Der Standort ist bewiesenermaßen sehr windhöffig.

»Wir erwarten einen Jahresstromertrag von etwa 13,4 Millionen Kilowattstunden, entsprechend dem Jahresbedarf von rund 3860 Haushalten – ein Ertrag, der sich im Vergleich zu anderen Windparkstandorten gut sehen lassen kann«, betont Dr. Hans-Peter Frank, verantwortlich für den Bereich Handel und Erzeugung und Mitgeschäftsführer bei der HessenEnergie, Tochter des Unternehmens.

»8100 Tonnen klimaschädliches CO2 aus der herkömmlichen Stromerzeugung könnten diese Anlagen vermeiden«, meint Bürgermeister Matthias Weitzel und erinnert sich an die lange Geschichte des Projektes: Schon im August 2012 sei ein städtebaulicher Vertrag geschlossen worden.

»Nutzung von Windenergie ist in unserer Gemeinde etabliert, daher findet sie in der Bürgerschaft große Unterstützung. Natürlich hilft, dass wir über Pachteinnahmen auch einen ökonomischen Nutzen haben.«

Auf die Haselmaus achtgeben

Wie kompliziert die Realisierung des Projektes war, beweist, dass ursprünglich vier weitere Anlagen geplant waren, denen jedoch Genehmigungshindernisse entgegenstanden. »Mit Untersuchungen konnten wir nachweisen, dass Natur- bzw. Artenschutz und eine nachhaltige Energieversorgung zusammenzubringen sind«, erläutert Anja Burberg, verantwortlich für das Genehmigungsverfahren.

»So war eine sorgsame manuelle Fällung, zum Schutz der Haselmaus ohne schweres Gerät, Voraussetzung für die Zustimmung der Oberen Naturschutzbehörde sowie eine gleichzeitige Habitataufwertung für diese schützenswerte Spezies«, ergänzt Gerd Morber, Bereichsleiter Windenergie bei der HessenEnergie. Um den strengen gesetzlichen Auflagen beim Artenschutz nachzukommen, gibt es eine Fledermaus- und Kranichzugabschaltung: Bei hohem Aufkommen dieser Arten werden die Windenergieanlagen gestoppt, um damit Kollisionen mit den Rotorblättern entgegenzuwirken. Gemessen an 316 MW Zubau habe allein die OVAG Energie mit drei neuen Windparks im Jahr 2016 gut acht Prozent zum Wachstum in Hessen auf diesem Sektor beigetragen«, informiert Hans-Peter Frank. Rund elf Millionen Euro hat der Energieversorger für das Projekt in Mücke veranschlagt. Damit summieren sich die Investitionen der OVAG Energie AG in Windprojekte im vergangenen Jahr auf einen eigenen Rekordwert von über 40 Millionen Euro. »Unser Credo ist, so viel wie möglich an Wertschöpfung in der Region und bei den Kommunen zu belassen. Das haben wir in diesem Projekt mit dem Engagement von regionalen Baufirmen und Dienstleistern gewährleisten können«, betont Schwarz.

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