Im Neubaugebiet Wallenbach gegenüber der Gesamtschule Mücke ist die Nachfrage nach Grundstücken groß. FOTO: RS
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Im Neubaugebiet Wallenbach gegenüber der Gesamtschule Mücke ist die Nachfrage nach Grundstücken groß. FOTO: RS

Grundstücke 20 Prozent teurer

  • Rolf Schwickert
    vonRolf Schwickert
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Mücke(rs). Alles wird teurer - nur die Mücker Baulandpreise bleiben stabil. Das hat sich am Mittwochabend geändert, denn die Gemeindevertreter beschlossen zumindest für das zentrale Neubaugebiet Wallenbach eine Erhöhung von 86 auf 103,20 Euro je Quadratmeter. Noch offen bleiben hingegen mögliche Erhöhungen bei Bauplätzen in den anderen Ortsteilen beziehungsweise das Verfahren der Reservierung von Bauplätzen. Die sind beim Gebiet Wallenbach möglich, weil die Gemeinde mit der Erschließung nicht nachgekommen ist. Die Erschließung Wallenbachs läuft seit rund zwei Wochen, bis auf zwei Plätze sind alle reserviert und stehen zum Verkauf an.

Ausgang der Preiserhöhung ist ein Vorstoß der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, dass der Gemeindevorstand einen Vorschlag für die Anpassung der Baulandpreise erarbeiten sollte. Das hatte die Bauabteilung beispielhaft am Neubaugebiet Wallenbach vorgelegt, mehrere Varianten errechnet. Die letzte Preiserhöhung ist datiert von 1995.

Steigerung bis auf 153,17 Euro denkbar

Geht man dabei der neuen Preisgestaltung von der generellen wirtschaftlichen Preissteigerung aus, so wäre der Preis bei 113,34 Euro/m² anzusetzen. Nimmt man als Basis den Baupreisindex für Ingenieurbau - Straßenbau, so wäre ein Preis von 135,62 Euro gerechtfertigt. So würden die Preissteigerungen bei der Herstellung der Erschließung berücksichtigt. Als dritte Berechnungsgrundlage wurde der Preisindex für Bauland herangezogen, was auf 153,17 Euro hinauslaufen würde.

In der Vorlage aus der Bauabteilung wird zu bedenken gegeben, dass die Höhe der Baulandpreise durchaus ein Steuerungsmittel ist, um (junge) Bürger in der Gemeinde Mücke anzusiedeln. In diesem Zusammenhang seien auch die Preise in den umliegenden Kommunen zu betrachten. Dabei liegt die Spanne zwischen 42 Euro in Feldatal und 139 Euro in Grünberg. Vor diesem Hintergrund hatte die Bauabteilung eine Erhöhung um 20 Prozent auf 103,20 Euro empfohlen.

In der Diskussion der Gemeindevertreter am Mittwoch begründete Dr. Udo Ornik einen Änderungsantrag der Grünen, die Baulandpreise sollten künftig an die Inflationsrate angepasst werden. Denn bei Grundstücken habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren bis zu 20 000 Euro drauf gelegt. Außerdem solle eine Preisanpassung analog für alle anderen Baugebiete inklusive der Gewerbegebiete erfolgen. Zudem sollte eine Reservierung maximal 18 Monate dauern, es sei denn, es melde sich ein anderer Interessent, dann müsse der Reservierer zugreifen oder könne nicht weiter berücksichtigt werden.

Ulf Immo Bovensmann (Freie Wähler) regte eine Reservierungsdauer von einem Jahr an. Das sei bei einem privaten Bauvorhaben durchaus angemessen. Dr. Hans Heuser (CDU) merkte an, mit den Reservierungen habe er sich noch nie anfreunden können, die CDU mache die Begrenzung auf zwölf Monate aber auch mit.

Günter Zeuner (FW) regte an, die Themen Preisgestaltung bei anderen Neubaugebieten und die Reservierungsfrage noch mal in den Bauausschuss zu verweisen. So wurde letztlich nur die Preiserhöhung im Gebiet Wallenbach beschlossen.

Was die Erschließung des neuen Baugebietes Flensunger Hof anlangt, so informierte Bürgermeister Andreas Sommer, das werde finanziell und personell im laufenden Jahr nicht gehen.

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