Nach A 49-Urteil

Großer Sieg für die Unvernunft

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Das Urteil vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat Klarheit geschaffen. Die A 49 VKE 40 kann gebaut werden.

Welch ein großer Sieg für die Unvernunft, für die Zerstörung der Umwelt durch Abholzen von 100 Hektar gesundem Wald, für die Gefährdung von Trinkwasser für 600 000 Menschen und für die Wahrscheinlichkeit, die Erderwärmung bis zur Jahrhundertwende um mindestens 4° C ansteigen zu lassen.

Wieder ist eine Chance vertan worden, endlich einmal konkret zu handeln im Sinne der Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Juristisch mag es bei diesem Autobahnbau nachvollziehbar sein, das Jahr 2012 als Grundlage für Entscheidungen heranzuziehen.

Wenn die Wasserrahmenrichtlinien 2015 EU-weit geändert und verschärft worden sind und das vor wenigen Wochen gerichtlich noch einmal bestätigt wurde, ist es für den klaren Menschenverstand nicht zu begreifen, warum die derzeit gültige Wasserrahmenrichtlinie nicht die Grundlage für die Gerichtsentscheidung bildete.

Die Richter hätten auch in diesem Sinne entscheiden können, denn nach den derzeit gültigen Richtlinien dürfte diese Autobahn niemals gebaut werden.

Belehrungen der Kreis-CDU in der Presse, wozu sich mündige Bürger von bösen Kräften nicht verführen lassen sollten, wie bei der Anti-Atombewegung finden wir unangebracht, zumal sich ironischerweise unsere Bundeskanzlerin schon lange der Meinung der Atomgegner angeschlossen hat und die Atomkraft als zu gefährlich und deshalb als Auslaufmodell bezeichnet hat. Exakt das Gleiche gilt auch für diese A 49 VKE 40. Nur sind die politisch und juristisch Verantwortlichen hier gedanklich noch nicht so weit.

Deshalb hoffen wir, der Widerstand gegen die A 49 VKE 40 geht weiter, für eine Zukunft für das Leben auf unserem Planeten, denn wir haben nur diesen Einen.

Heidrun Seim, Heinrich Seim, Homberg

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