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Rettungsaktion für jungen Graureiher: Michaela und Bernd Wißner von der Feuerwehr sowie Bürgermeister Andreas Sommer mit Vogel und Franzi Sommer (v. l.).

Graureiher als Findelkind

  • VonJutta Schuett-Frank
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Mücke (sf). Im Wald zwischen Feuerwehrstützpunkt, Deponie und Seniorenheim in Nieder-Ohmen leben Graureiher. Ihr Ruf ist ein krächzendes »kräch« oder »kaähk«. In der Kolonie sind einige der Horste gut versteckt. Dieser Tage hat Franzi Sommer einen noch jungen Graureiher hilflos am Boden sitzend gefunden. Spontan hat sie den Graureiher mitgenommen und solange telefoniert, bis ihr geholfen wurde.

Ab ging es nach Gießen in die Tierklinik, die einen Bereich für Fundtiere hat. Dort wurde der Vogel untersucht, betreut und als gesund entlassen. Mit der Information, den jungen Graureiher wieder in seinen Horst zu setzen, fuhr Franzi Sommer zurück. Am Folgetag sollte das Aussetzen vonstattengehen. Doch wo sind die Horste? Eigentlich war geplant, mit Hilfe der Drehleiter eine Tierrettung durchzuführen. Aber die Graureiherhorste befinden sich nicht am Rand des Wäldchens, sondern mittendrin. Hätte man das Tier wieder ausgesetzt, wäre die Rettungsaktion umsonst gewesen. Dann passierte ein kleines Wunder, in Rabenau gab es jemanden, der dem elternlosen Jungreiher eine neue Heimat gegeben hat. Dort wird er verweilen, bis er auf eigenen Füßen stehen oder ausgewildert werden kann.

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